Mittwoch, 7. November 2018

Vom Holocaust zum Babycaust



VON DR. FRED DUSWALD*
Als „Frau, die einen Holocaust überlebte und einen anderen verschuldete“ kennzeichnet das katholische Medium Info Vaticana die am 30. Juni Alter von 90 Jahren in Paris verblichene Politikerin Simone Veil (1927-2017), die als Jugendliche die Judenverfolgung überlebte und als Gesundheits(!)ministerin 1974 das Abtreibungsgesetz durchboxte, dem seither mindestens 7,5 Millionen ungeborene Kinder zum Opfer gefallen sind.
„Das trauernde Frankreich bringt Madame Simone Veil seine Dankbarkeit zum Ausdruck“, twitterte Staatspräsident Emmanuel Macron. Nicht lumpen ließ sich auch sein Vorgänger François Hollande: „Frankreich verliert eines seiner großen Gewissen.“
Das Licht der Welt erblickte die „Jahrhundertfrau“ (Die Welt) als Simone Jacob in Nizza. Mutter Yvonne, geborene Steinmetz, war Atheistin, Vater André, Architekt, hasste die Deutschen und nannte sie, so Simone am 22. März 2009 im Berliner Tagesspiegel, stets „les Boches“. Im März 1944 wurde die jüdische Familie verschleppt. Vater und Bruder kamen nach Litauen. Beide kamen nicht zurück. Simones Schwester Denise war bei der Résistance und überlebte im KZ Ravensbrück. „Die Mutter starb in Auschwitz“, zwischentitelte Die Welt in ihrem Nachruf auf Simone, um anschließend im Text fortzusetzen, dass diese in Bergen-Belsen „wenige Tage vor der Befreiung zusehen musste, wie ihre Mutter [dort] an Typhus starb“ (5.7.2017).
Simone heiratete 1946 Antoine Veil, den Generaldirektor der Lufttransportgesellschaft UTA und wurde unter Giscard d'Estaing Ministerin. Sogleich nahm sie die Freigabe der Abtreibung in Angriff: „Es war eine explosive, chauvinistische Stimmung im Land. Dabei hatte der Nouvel Observateur schon das ,Manifest der 343‘ veröffentlicht, in denen zum Beispiel Simone de Beauvoir [1908-1986], Françoise Sagan [1935-2004}, Catherine Deneuve [*1943] Jeanne Moreau [*1928] erklärten, sie hätten abgetrieben. Das Gesetz wurde ein Triumph.“
Erschütterter Staat
Laut Deutschlandfunk erschütterte Simone Veil das Wertesystem Frankreichs bis in die Grundfesten. Nie wieder gab es eine so schwierige Debatte in der Nationalversammlung. Da wurde geschrien und geschimpft, es gab die schlimmsten Beleidigungen. Ein Abgeordneter fragte, ob „Madame la Ministre“ es verantworten könne, Embryos wie in den Nazi-Lagern zu verbrennen. Einen Moment lang verbarg Simone Veil ihr Gesicht. Noch Jahrzehnte später spekuliert man in Frankreich darüber, ob die junge Gesundheitsministerin, die den Geruch der Krematorien von Auschwitz nie vergessen hat, in diesem Moment weinen musste.
Die Abstimmung
Am 29. November 1974 um 3.40 Uhr morgens stimmten die Abgeordneten ab. Die bürgerliche Seite verfügte über eine satte Mehrheit von 302 von 490 Mandaten. Die Liberalen aber, denen Simone Veil angehörte, erstrebten mit nicht geringerer Vehemenz als die politische Linke die Legalisierung des Kindermordes. Die Linksopposition, die geschlossen für die Abtreibung stimmte, und ein Drittel der bürgerlichen Regierungskoalition schufen ad hoc eine ansonsten nicht existierende Par1amentsmehrheit. Simone Veil wurde zum international von Linken und Liberalen gefeierten Fetisch des Feminismus. „Ich hatte nicht den Hass erwartet, den ich wecken würde“, erinnerte sie sich später. „Man hat auf meine Haustür ,Veil=Hitler‘ geschrieben.“ Dieser Vergleich hinkt insofern, als für Abtreibung unter Hitler die Todesstrafe drohte.
Die Praxis heute
Heute praktizieren mehr als 95 Prozent der französischen Gynäkologen die Abtreibung oder sind bereit dazu. Weniger als fünf Prozent machen von einem eingeschränkten Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen Gebrauch. Wer aus Gewissensgründen verweigert, hat beruflich schwere Nachteile. Die Chancen auf eine Stelle als Chefarzt sinken auf Null.
Der Großorient von Frankreich jedoch, größte Freimaurer-Obödienz der Republik, ehrte die Täterin mit einem Abguss der „Marianne“ von Jacques France. Die Verleihung der Statuette sei „ein Zeugnis der Verbundenheit und der Anerkennung des Großorients von Frankreich für Simone Veil, unsere Schwester von Herzen“, lobte Großmeister Daniel Keller ihren „Kampf für die Frauenemanzipation, die Tochter der Laizität, die den Kern des freimaurerischen Wirkens bildet“. Die „Loi Veil“ pries er als „Symbol jener Verbesserung des Menschen und der Gesellschaft, an der die Freimaurer arbeiten: Dieses Gesetz bleibt ein Pfeiler unserer Gesellschaft.“
Gewählt & geehrt
Nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung wirkte die „Mahnerin und Ministerin“ (Der Tagesspiegel) von 1979-1981 als Präsidentin des Europäischen Parlaments in Straßburg. Gewählt wurde die Engelmacherin mit den Stimmen der bundesdeutschen Christdemokraten und Christsozialen. Verwirrung kam auf, als bekannt wurde, dass Simone Veil, Ehrenvorsitzende einer Stiftung zum Gedenken an die Shoah, auf einer vom Auschwitz-Museum erstellten Liste zu Unrecht als eine im Holocaust Umgekommene geführt wurde.
Über die Überlebende ging ein Regen von Ehrungen und Auszeichnungen hernieder:
Wie vor ihr der Kriegsverbrecher Winston Churchill (1874-1967) und nach ihr die Rechts- und Verfassungsbrecherin Angela Merkel wurde Simone Veil mit dem Karlspreis der Stadt Aachen bedacht. Auf dem Fuß folgten der Truman-Preis für Frieden, die Stresemann-Medaille in Gold, der Schillerpreis der Stadt Marbach, der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und nicht zuletzt der Bürgerrechtspreis der Zigeuner. Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Britenqueen Elisabeth ernannte die Engelmacherin zur „Dame Commander“.
2008 wurde Simone Veil als sechste Frau zum Mitglied der „Academie française“ gewählt. So nennt sich die 1635 unter Ludwig XIII. (1601-1643) ins Leben gerufene Gelehrtengesellschaft, die sich der Pflege der französischen Sprache widmet. Simones Sitz dort war Fauteuil 13, auf dem auch schon der Dichter Jean Racine (1639-1699) saß. Die Mitgliedschaft in der Academie gilt als ehrenhafteste Krönung einer Intellektuellenkarriere mit quasi-adligen Status. Zu allem Überfluss ruht die „Heroïne“ (L'Officiel ) im Pariser Pantheon, der Ruhmeshalle Frankreichs.
Geistliches Lob
Von geistlicher Seite kam zur mehrfachen Ehrung der Engelmacherin kein Wort der Missbilligung. Der Fall Veil erinnert vielmehr an den Fall Emma Bonino (* 1948), der zentralen Figur bei der Legalisierung der Abtreibung in Italien. Anno 1975 wurde die Liberale Mitbegründerin des Informationszentrums für Sterilisierung und Abtreibung (“Centro di Informazione Sterilizzazione e Aborto”, CISA) zur Ikone für die italienische Legalisierungskampagne.
Höchtes Lob
Papst Franziskus lobte Emma Bonino im Corriere della Sera vom 8. Februar 2016 als „ganz Große“.
Analoges Lob spendeten nun Frankreichs Bischöfe der verblichenen Simone Veil: „Wir grüßen ihre Größe als Staatsfrau, ihren Willen, für ein brüderliches Europa zu kämpfen, ihre Überzeugung, dass Abtreibung ein Drama ist.“ Für das Zweite Vatikanische Konzil war Abtreibung kein Drama, sondern ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“. So wörtlich in der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ unter Nr. 51.
Angesichts der gigantischen Blutspur, die Simone Veil durch ihr Abtreibungsgesetz durch Frankreich und Europa zog, ist die Twitter­Botschaft der französischen Bischöfe ein maximaler Skandal. Der Abtreibungspolitikerin wurde kritiklos Weihrauch gestreut. Die Abtreibungsopfer, die fast 7,5 Millionen unschuldige Kinder, die Veils Gesetz zum Opfer gefallen sind, wurden mit keinem Wort erwähnt.
Die Bischöfe verhalten sich damit nicht anders als die Abtreibungsideologen. Die ungeborenen Kinder werden ausgeblendet. Sie gibt es einfach nicht. Sie müssen entmenschlicht und verdinglicht werden, um sie gewissenlos beseitigen zu können.
Auch beim Ableben der abtreibungsrabiaten (österreichischen) Parlamentspräsidentin Barbara Prammer (1954-2014) sagten Österreichs „ungute Hirten“ nicht zum Abschied leise „servus“, sondern lobten die tote Rote auf das Lauteste.
* Dr. Fred Duswald gehört zu den angefeindesten Schriftstellern Österreichs. Zuletzt überstand er einen Prozess nach einer Anzeige durch den Linzer Bischof Manfred Scheuer. Trotz allem tritt Duswald nicht aus der Kirche aus und berappt die von Hitler eingeführte Kirchensteuer. So wie schon den unvergessenen Pornojäger Martin Humer zählt „Der 13.“ Dr. Fred Duswald zu seinen Freunden.

Aus „Der 13.“ Nr. 9 vom 13. September 2017, S. 5-6.
Foto: http://www.europe1.fr/politique/simone-veil-ceremonie-dobseques-officielles-mercredi-aux-invalides-presidee-par-macron-3376676

Sonntag, 12. August 2018

Abtreibung in Deutschland



Beim Thema Abtreibung wird deutlich, wie weit unser Staat davon entfernt ist, die Gründung und das Wachstum unserer Familien zu fördern. Jeder weiß, dass Abtreibung bei uns verboten, wenn auch straffrei ist. Aber was tut der Staat? Mit unseren Steuern bezahlt er zuerst die Abtreibungs-Berater, dann die Abtreibung selbst und schließlich die Versuche zur Beseitigung der negativen Folgen bei vielen Frauen, die oft noch lange nach einer Abtreibung Hilfe benötigen. Und ein Bewerber für ein öffentliches Amt, so wie vor einigen Monaten in München geschehen, der Mitglied in einer Lebensschutz-Organisation ist, wird öffentlich angegriffen und aus dem Bewerbungsverfahren gekippt. Der Staat achtet auf den Schutz von Kröten, auf Umwelt­ und Verbraucherschutz, interessiert sich aber nicht für den Schutz des menschlichen Lebens. Wo war eigentlich der entschiedene Protest aller Umweltschützer im katholischen Raum wie z. B. der sonst so lautstarken Organisationen wie BDKJ und KFD ? Können Sie mir die politische Logik erklären, dass wegen des Mangels an Arbeitskräften jede Frau massiv gedrängt wird, sich dem Produktionsprozess zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig aber der Arbeitsmarkt kurzfristig durch die Rente mit 63 und langfristig durch die finanzielle Förderung der Abtreibung und damit der Verhinderung von Geburten geschwächt wird?
In einer Auslegung von Art. 1 (1) unseres Grundgesetzes, der lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ hat das Bundesverfassungsgericht 1993 gesagt: „Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben zu schützen. Zum menschlichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gebührt der Schutz des Staates. Die Verfassung untersagt nicht nur unmittelbare Eingriffe in das ungeborene Leben, sie gebietet dem Staat auch, sich schützend und fördernd vor dieses Leben zu stellen, d.h. vor allem, es auch vor rechtswidrigen Eingriffen von Seiten anderer zu bewahren“. Ja! Er tut es aber nicht! Was ist da in den letzten Jahren passiert, dass sich aus dem „Recht des ungeborenen Kindes auf Leben“ ein „Rechtsanspruch auf Abtreibung“ entwickelt hat? (Mechthild Löhr, „Der Abschied vom Tötungsverbot“, in: Büchner, B. u. a., Hg., Abtreibung ­ Ein neues Menschenrecht? S. 183 - 208, bes. S. 183 – 185.)
In unserer Gesellschaft ist die Kultur oder Ethik des Lebens verloren gegangen und dafür ist der Staat mitverantwortlich, weil er durch eine flächendeckende Versorgung mit einem Beratungsschein die Voraussetzungen für eine Abtreibung geschaffen hat und damit zum Helfer zur Tötung von Ungeborenen geworden ist, obwohl ihn das Gesetz zum Gegenteil verpflichtet. Ein solcher Staat kann aber auch von seinen Bürgern keine selbstverständliche Loyalität und Gesetzestreue mehr verlangen!

Quelle: „Stehen Ehe und Familie noch unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung?“, Werner Münch, Kongress „Freude am Glauben“, Fulda 1. August 2015. In Der Fels Sept./Okt. 2015, Abschnitt 2.4 Abtreibung.
Bild: Freude am Glauben

Samstag, 11. August 2018

Mädchen mit Down-Syndrom verteidigt das Recht au Leben



Den Namen des Mädchens Charlotte Fien muss man sich merken.
Sie ist nämlich ein Mädchen mit Down-Syndrom, aber vor allem mit viel Mut:
Der UN-Funktionär Ben Achour hatte in einer Sitzung der Vereinten Nationen dafür plädiert, die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom zu erleichtern.
Charlotte Fien hat daraufhin eine Video-Botschaft an Ben Achour gerichtet, indem sie den Wunsch äußert, an einer UN-Sitzung teilzunehmen um allen sagen zu können, was sie von seiner Einstellung gegenüber Down-Kindern hält.
Sie erklärte: „Ich bin ein Mensch, so wie Sie. Der einzige Unterschied ist ein zusätzliches Chromosom. Und mein Extra-Chromosom macht mich viel toleranter als Sie es sind.“ … „Warum schreien Sie nicht auf, wenn Menschen uns aussterben lassen wollen? Was haben wir Ihnen getan, dass Sie wollen, dass wir verschwinden? Soweit ich weiß, hasst meine Menschengruppe nicht, diskriminiert nicht und begeht auch keine Verbrechen…“
Dieser Mut und diese Bereitschaft, für das Recht auf Leben einzutreten, haben mich dermaßen begeistert, dass ich Ihnen diesen Vorfall mitteilen wollte.
Das Beispiel von Charlotte Fien muss uns anspornen, immer lauter und entschlossener unsere Stimme für die ungeborenen Kinder zu erheben.


Aus einem Aktionsbrief der Aktion SOS LEBEN im Dezember 2017.

Freitag, 10. August 2018

Eine Frau schreibt dem Arzt, der sie abtreiben wollte




Claire Culwell überlebte ihre Abreibung. Ihr Zwillingsbruder nicht. Kürzlich fand sie heraus, wer ihr Abtreibungsarzt war. Sie schrieb ihm einen Brief. Mit vergebenden Worten. Und sie für einen Wandel in seinem Leben bete. Hier ein Auszug aus ihrem Brief.

Ich schreibe mit schwerem Herzen. Meine damals 13-jährige Mutter kam 1988 zu Ihnen, um in der 20. Woche abzutreiben. Ihr wurde versichert, dass ihr Problem danach gelöst sei. Als sie dann zu Ihnen kam, hieß es, die Abtreibung sei erfolgreich gewesen. Teilweise. Dass sie jedoch immer noch schwanger sei, weil sie mit Zwillingen schwanger gewesen war und man sie falsch informiert hätte. Bei der Abtreibung wurde die Fruchtblase zerrissen. Das brachte meiner Mutter viele Komplikationen. Ich kam 2,5 Monate zu früh zur Welt, mit lebenslangen Komplikationen.
Meine medizinische Geschichte gleicht derjenigen vieler früherer Patienten. Meine Mutter war mit 13 jung und naiv. Es war leicht, sie zu manipulieren und zu beeinflussen. Durch die Abtreibung leidet sie nun seit 26 Jahren Herzschmerz und Trauer.
Sie ist nicht die einzige, die an einer Fehlabtreibung leidet. Mein Leben, das meiner Familie und meiner Kinder sind ebenfalls betroffen, wegen einer ,misslungenen‘ Abtreibung. Noch heute habe ich Probleme mit der Hüfte und den Füssen. Und leider bin ich nicht alleine, Hunderten von Überlebenden geht es gleich.

„Ich will Vergebung aussprechen“

21 Jahre lang fühlte ich, dass ich ein Geschwister vermisse. Ich spürte es im Herzen. Meine Mutter hat das bestätigt. Zu realisieren, das Leben ohne den Zwillingsbruder gelebt zu haben, ist eine üble Realität. Sie haben meinem Vater seinen einzigen Sohn genommen. Unsere Familie ist unkomplett. Ich klage an wegen der Erlebnisse, die mein Vater mit meinem Bruder nicht machen konnte.
Im Februar 2013 geschah ein Wunder. Meine Tochter wurde geboren. Sie wäre nie zur Welt gekommen, wenn ich abgetrieben worden wäre. Ich frage mich, wie viele Kinder heute nicht da sind, weil ihre Mütter falsch informiert wurden, indem ihnen Abtreibung als beste Lösung dargestellt wurde.
Ich will aber auch Vergebung aussprechen. Ich habe 26 Jahre voller Liebe erfahren. Ich wurde in eine wunderbare Familie adoptiert. Ich erlebte mehr Gnade und Vergebung, als ich mir je hätte wünschen können. Gott hat mir für so vieles vergeben, in diesem Sinne entscheide ich mich, Ihnen zu vergeben. Ich vergebe Ihnen für die Abtreibung und für die großen Folgen davon im Leben meiner Mutter und mir.
Und ich bete auch für Sie: Dass Sie am Geld und ihrer Lebensweise vorbeisehen können. Und dass Sie sich an mein Bild erinnern und das meiner Tochter, die nicht hier wäre, wenn die Abtreibung erfolgreich gewesen wäre. Auch bete ich, dass Sie innerlich bewegt werden und aufhören Abtreibungen durchzuführen und ihre Talente außerhalb dieser Branche einsetzen. Viele von uns, auch ich, sind bereit, Ihnen dabei zu helfen. Mit offenen Armen würde ich Sie willkommen heißen, denn ich glaube, dass Ihr Leben und was Sie damit tun, genau so kostbar ist, wie jedes ungeborene Kind.

Quelle: Jesus.ch in „LEBE“ Zeitschrift der Bewegung für das Leben – Südtirol, Juni-August 2016. S. 23.




Montag, 19. März 2018

Panikmache der Abtreibungslobby

Die Panikmache der Abtreibungslobby führt dazu, dass Frauen, die eigentlich gegen die Abtreibung wären, aus bloßer Angst und Panik gegen ein Verbot sind. Obwohl ein solches Verbot sie gerade schützen würde, denn die Perspektive einer Schwangerschaft würde die Männer zwingen, verantwortungsvoller damit umzugehen. Weil der Frau die Alternative der Abtreibung offen steht, ist es für sie schwieriger, den Druck des Mannes abzuwehren und nein zu sagen.

 („Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)




Freitag, 16. März 2018

Bevölkerungskontrolle



Aber nicht nur der Krieg zerstört den Frieden.
Jedes Vergehen gegen das Leben ist ein Attentat auf den Frieden, besonders wenn dabei die Sitten des Volkes verletzt werden, wie dies heute häufig durch die furchtbare und zuweilen vom Gesetz geregelte Leichtfertigkeit geschieht, mit der das ungeborene Leben durch die Abtreibung ausgelöscht wird. 
Man pflegt zugunsten der Abtreibung folgende Gründe zu nennen: die Abtreibung soll die bedrohliche Vermehrung der Bevölkerung eindämmen, sie soll Lebewesen beseitigen, die verunstaltet leben müssten, in sozialer Diskriminierung oder in proletarischem Elend und so fort. Die Abtreibung scheint also eher dem Frieden zu nützen, als ihm zu schaden. Aber so ist es gerade nicht! Die Tötung eines menschlichen Lebewesens, sei es vor der Geburt, sei es danach, verletzt in erster Linie das unantastbare Moralprinzip, auf das sich die Auffassung von der menschlichen Existenz immer beziehen muss: Das Leben des Menschen ist unantastbar und heilig vom ersten Augenblick seines natürlichen Lebens an in der Zeit. Es ist heilig. Was bedeutet das? Das heißt, dass dieses Leben jeglicher willkürlichen Macht der Zerstörung entzogen ist; es ist unantastbar und so wertvoll, dass es alle Hochschätzung, alle Pflege und jedes auch große Opfer verdient. Dieser Sinn für den heiligen, das heißt für den unantastbaren, unverletzbaren Wert eines menschlichen Lebens ist für den, der an Gott glaubt, spontan und instinktiv gegeben; er ist verpflichtend aufgrund des transzendenten Gesetzes Gottes. Aber auch für denjenigen, der nicht das Glück hat, Gottes schützende und richtende Hand über jedem Menschenleben anerkennen zu können, ist dieser Sinn notwendigerweise als intuitive Einsicht in die menschliche Würde gegeben. Das wissen und empfinden auch diejenigen, die das Unglück gehabt haben, mit der damit verbundenen unerbittlichen Schuld und den immer wiederkehrenden Gewissensbissen willentlich ein Leben ausgelöscht haben. Die Stimme des unschuldigen Blutes schreit im Herzen des Mörders mit schriller Eindringlichkeit. Innerer Friede ist nicht möglich auf dem Wege egoistischer Spitzfindigkeiten!

Paul VI. Botschaft zum Weltfriedenstag 1977 v. 8.12.76

Freitag, 9. März 2018

Alle zwei Minuten = Tsunami

In Deutschland, in unserer Nähe, wird alle zwei Minuten ein ungeborenes Kind durch Abtreibung umgebracht. Abtreibung, die so viel Opfer pro Jahr fordert wie ein Tsunami, wie ein Orkan. Genau so viel? Nein, das doppelte, denn die Mutter wird ebenfalls zum Opfer in der Folge.
Und das geht schon 30 Jahre so!

Doch das Fernsehen zeigt hiervon keine Bilder. Es weigert sich z.B. den „Stummen Schrei“ von Dr. Bernard Nathanson zu zeigen, in dem man auf Ultraschallaufnahmen sieht, wie das Kind im Mutterleib, nicht einer zwanzig Meter hohen Meereswelle, sondern den grausamen tödlichen Geräten des Abtreibers entfliehen will.



Samstag, 3. März 2018

Die Mutterschaft und das Geheimnis des Lebens



„Die Mutterschaft enthält eine besondere Gemeinschaft mit dem Geheimnis des Lebens, das im Schoß der Frau heranreift: Die Mutter steht staunend vor diesem Geheimnis, und mit einzigartiger Intuition »erfasst« sie, was in ihr vor sich geht. Im Licht des »Anfangs« nimmt die Mutter das Kind, das sie im Schoß trägt, als Person an und liebt es. Diese einmalige Weise des Kontaktes mit dem neuen Menschen, der sich formt, schafft seinerseits eine derartige Einstellung zum Menschen - nicht nur zum eigenen Kind, sondern zum Menschen als solchem -, dass dadurch die ganze Persönlichkeit der Frau tief geprägt wird.“ 

(Johannes Paul II, „Mulieris Dignitatem“, 18)

Donnerstag, 1. März 2018

Beten, Handeln und Warten


Immer raffinierter und anonymer werden die Methoden der Vernichtung ungeborener Kinder. Das Pestizid Mifegyne eliminiert Kinder in grausamer Weise, ohne dass dies jemand mitkriegt, in aller Anonymität und Stille — es bleibe keine Reste von ihnen übrig, ihr Tod ist komplett, auch in der Erinnerung.

Die Abtreibungspille Mifegyne

Das ist die Mentalität der Abtreibungsgesellschaft, in der wir leben. Doch in ihr gibt es auch die Stimme derjenigen, die sich nicht öffentlich töten lassen, sondern ihre Stimme erheben, um zu sagen: Ihr tötet unschuldige Menschen!

Diese Auseinandersetzung, der Kampf für das Leben in der heutigen Abtreibungsgesellschaft, wird vor den Augen Gottes ausgetragen. Seine Entscheidung, wen oder was Er am Ende gewinnen lässt, steht schon fest: Das Leben. Die Lebensrechtler sind zwar Protagonisten dieses Kampfes, aber nicht die Regisseure. Wie der Sieg schließlich kommen wird, wie sich die Kultur des Lebens gegenüber der „Un-Kultur des Todes“ durchsetzen wird, wissen wir nicht und dies liegt letztendlich nicht in unseren Händen. In unseren Händen liegen bloß das Beten, der aktive Einsatz für das Leben und das geduldige Warten auf den Sieg des Guten über das Böse und auf die Rettung der Ungeborenen. 

(„Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)

Mittwoch, 28. Februar 2018

Babys behalten Glücksmomente im Gedächtnis


Singen, Spielen und Kuscheln mit den Eltern 
fördert Entwicklung

Selbst fünf Monate alte Babys erinnern sich an schöne Zeiten mit den Eltern, meint Psychologieprofessor Ross Flom von der Brigham Young University  http://home.byu.edu in Utah. „Mein Team und ich haben untersucht, wie sich Gefühle von Kleinkindern auf ihre Erinnerung niederschlagen“, sagt Flom.

Tests am Bildschirm

Laut den Wissenschaftlern erinnern sich kleine Kinder an die guten Zeiten, also jene Momente, in denen mit ihnen gespielt und gekuschelt wurde. Insgesamt bleiben die positiven Emotionen, die das Kleinkind hatte, im Gedächtnis. In ihrer Studie untersuchten die Forscher fünf Monate alte Babys. Obwohl Babys nicht sprechen können, konnten die Experten anhand von Tests beweisen, dass positive Erlebnisse in der Erinnerung der Kleinen bleiben.
Die Babys wurden etwa vor einen Monitor gesetzt und eine Person auf dem Bildschirm sprach mit ihnen entweder in einer freundlichen, neutralen oder bösen Stimme. Unmittelbar im Anschluss an die emotionale Belastung wurden den Kindern bestimmte geometrische Formen gezeigt. Sowohl nach fünf Minuten wie auch einen Tag später wurde das Kind getestet, ob es sich an die geometrische Form erinnern konnte.

Stimmlage wichtig

Wenn die Babys zuvor mit einer negativen Stimme angesprochen wurden, erinnerten sie sich nicht mehr an die geometrische Figur. Wurde die Erinnerung an die geometrische Form aber mit einer positiven Stimmen verbunden, konnten sie sich sehr wohl erinnern. „Die positive Erinnerung erhöht das Aufmerksamkeitssystem und die Anspannung der Babys - durch diese erhöhte Aufmerksamkeit erinnern sich die Kleinkinder besser an Dinge, in diesem Fall an die geometrische Figur“, sagt Flom abschließend.
Provo (pte/26.11.2014/06:05)  
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Oranus Mahmoodi

Sonntag, 25. Februar 2018

Papst Benedikt XVI. fordert die Achtung des Lebens in allen seinen Phasen



Die Achtung des Lebens in all seinen Phasen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – und die daraus folgende Ablehnung von Abtreibung, Euthanasie und jeglicher Form von Eugenik – ist eine Verpflichtung, die verwoben ist mit der Achtung der Ehe als einer unauflöslichen Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und folglich als Fundament für die Gemeinschaft des Familienlebens. Die „auf die Ehe gegründete und für das Leben offene“ Familie (Ansprache an die Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Mailand, 2. Juni 2012) ist der Ort, wo der Mensch das Teilen, die Achtung und die unentgeltliche Liebe erlebt und zugleich die Solidarität erfährt, die er braucht, sei es als Kind, als kranker oder alter Mensch. Die Familie ist darüber hinaus der wichtigste und entscheidende Ort für die Erziehung der Person, dank der Eltern, die sich in den Dienst ihrer Kinder stellen, um das Beste aus ihnen hervorzuholen (e-ducere), das in ihnen steckt. So ist die Familie, die Grundzelle der Gesellschaft, die Wurzel, die nicht nur den einzelnen nährt, sondern auch die Fundamente des sozialen Zusammenlebens. Richtigerweise hat der sel. Johannes Paul II. zu den Menschenrechten das Recht gezählt, „in einer geeinten Familie und in einem sittlichen Milieu zu leben, das für die Entwicklung und Entfaltung der […] Persönlichkeit [des Kindes] geeignet ist“ (Enzyklika Centesimus annus, 47).

Castel Gandolfo, Schweizersaal, Samstag, 22. September 2012



Samstag, 27. Januar 2018

Starker Ausbau des Sozialstaates

Falls eine Frau Geschlechtsverkehr haben möchte, wird sie sich früher oder später mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob sie zu einer Abtreibung bereit ist. Denn das „Risiko“ der Schwangerschaft kann sie selbst mit Verhütungsmitteln nicht völlig ausschließen. Ist sie erst mal schwanger, muss sie überlegen, ob sie abtreibt oder in die Abhängigkeit eines Mannes geht, der sie materiell versorgt, falls sie keine sonstige finanzielle Unterstützung erhält. Aufgrund des starken Ausbaus des Sozialstaates in den letzten Jahrzehnten steigt in der Tat ständig die Zahl von Müttern, die ihre Kinder allein erziehen und auf Heirat oder sonstige verbindliche Partnerschaft verzichten.

(„Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)


Freitag, 26. Januar 2018

Willkommenskultur für ungeborene Kinder



Ein häufiger Grund, dass Schwangere abtreiben, ist eine finanzielle Notlage, in die sie durch die Geburt eines Kindes geraten würden. Und dieser Grund ist ein unfassbarer Skandal. Man stelle sich das einmal bildlich vor: Ein Kind mag geboren werden, es mag auf die Welt kommen. Dann sagen die Eltern, geht nicht, wir können es uns nicht leisten, dass du geboren wirst, wir müssen dich umbringen lassen und der Staat sagt dann, jawohl, lasst das Kind umbringen.
Nehmen wir ein Parallelbeispiel: Ein Flüchtling steht an der Grenze und sagt: Ich möchte nach Deutschland, in meinem Herkunftsland geht es mir schlecht. Dann sagt der Staat, du darfst herein und dann überprüfen wir alles. Und das nennt man „Willkommenskultur“. Wieso entwickelt unser Staat nicht eine „Willkommenskultur“ für ungeborene Kindern?
Wenn man bedenkt, wie viel sich der Staat seine „Willkommenskultur“ gegenüber Flüchtlingen kosten lässt und dann bedenkt, dass Kinder in Deutschland abgetrieben werden, weil es sich der Staat anscheinend nicht leisten kann, die finanzielle Notlage einer werdenden Mutter so zu beheben, dass es aus finanziellen Gründen in Deutschland keine Abtreibung mehr gibt, dann wird mir schlecht. Wieso kann ein Staat ein Kind nicht auch so umfangreich alimentieren wie einen Flüchtling? 

Alois Äpple IKW Oktober 2017

Bild: AFP -  http://www.spiegel.de/thema/fluechtlinge/

Donnerstag, 25. Januar 2018

Situation in der Gesellschaft Ehe und Familie


Unsere Verfassung hat aus gutem Grund Ehe und Familie „unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ gestellt. Aber leider haben unsere Parteien
diesen Grundsatz immer weiter aufgeweicht. Sie haben diejenigen, die sich dafür einsetzen, allein gelassen und reden uns ständig ein, dass die traditionellen Familien nicht mehr ohne gleichwertige Alternativen sind. Woher nimmt eigentlich der Staat das Recht, unsere Kinder zu erziehen und zu behaupten, er könne es besser als die Eltern zu Hause? Wir wehren uns dagegen, dass Erziehung durch die Eltern öffentlich diffamiert wird. Für uns hat das Wohl des Kindes absoluten Vorrang und nicht die Rolle der Mutter als Produktionsfaktor im Arbeitsprozess der Wirtschaft.

Wir erheben unsere Stimme, wenn die sog. politische Elite vorrangig über das Lebensglück und die Versorgungsansprüche von Patchwork-Familien sowie die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren, einschließlich des Rechts auf Adoption von Kindern, diskutiert und dabei für Fragen der herkömmlichen Familien kein Interesse mehr zeigt. Und ich finde es erschütternd, wenn sich ausgerechnet Abgeordnete der CDU dabei hervortun und die CDU-Familien-Ministerin solche Vorstöße unterstützt und sie uns auch noch als „konservative Werte“ verkauft.

„Wir müssen für die Wahrheit kämpfen“, Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a. D., Vortrag auf dem 12. Kongress „Freude am Glauben“ 2012, in Der Fels, November 2012, Eichendorfer Str. 17, D-86916 Kaufering. Redaktion: Hubert.Gindert@der–fels.de
Bild: R. Gindert

Mittwoch, 24. Januar 2018

Gehirnverrenkungen. um das Wort Sünde zu vermeiden:


Neue Worte sollen ein Verbrechen benennen

VON PRÄLAT ULRICH KÜCHL

Eine große österreichische Tageszeitung befasste sich im Monat September vergangenen Jahres gleich fünfmal ausführlich mit dem Thema Abtreibung.
Nach wie vor dürfte die Meinung vorherrschen, ein „Schwangerschaftsabbruch“ sei eben kein Tötungsdelikt, sondern ein zu forderndes Frauenrecht. Betroffen von dieser Entscheidung sei lediglich der Körper der Frau.
Zwei der gegenständlichen Beiträge des Mediums lassen vielleicht eine zaghafte Hoffnung auf einen Gesinnungswechsel aufkommen:
In Indien ...
Am 11. September berichtete die Zeitung über eine Abtreibung in Indien, welche durch ein Urteil des dortigen Gerichts gefordert wurde. Der verantwortliche Arzt erklärte dazu: „Eine Schwangerschaft zu beenden - wie vom Obersten Gerichtshof gefordert - bedeutet, die Schwangerschaft nicht fortzusetzen, und nicht, den Fötus zu töten.“
Krankenhausangaben zufolge liegt das Baby auf der Frühchenstation.
*     *     *
Am 19. September berichtete ebendieselbe Tageszeitung über ein Team aus Hebammen, Krankenschwestern und Ärztinnen zur Betreuung von Frauen, denen aufgrund einer Pränataldiagnose zur Abtreibung geraten wird.
Immerhin macht das Team den Frauen klar, dass ab der 23. Schwangerschaftswoche der „medikamentöse“ (welch eine Pervertierung dieses Begriffes!) Schwangerschaftsabbruch erst nach einem vorangegangenen „Fetozid“ (also der Tötung des Kindes im Mutterleib) erfolgen kann.
Dabei würde das Team den Frauen helfen, „ihr Kind kennenzulernen und zu verabschieden“. Tötung also als „Verabschiedung“. Darüber hinaus würde das Team über Bestattungsmöglichkeiten informieren.
Also doch: Mord
*     *     *
Bei allem schizophrenem Zynismus wird also doch endlich zugegeben, dass der Schwangeschaftsabbruch im Regelfall „Mord“ bedeutet.
Hoffentlich führt diese Einsicht zu einer Wende in der größten Wunde unserer menschlichen Zivilisation.

In „Der 13.“ Nr. 10, Oktober 2017. D-94110 Wegscheid, PF 75