Donnerstag, 20. November 2014

Der Beitrag der Mutter in der Erziehung ist entscheidend

 „Man ist allgemein überzeugt, dass die Frau mehr als der Mann fähig ist, auf die konkrete Person zu achten und dass die Mutterschaft diese Veranlagung noch stärker zur Entfaltung bringt. Der Mann befindet sich - trotz all seiner Teilhabe an der Elternschaft - immer »außerhalb« des Prozesses der Schwangerschaft und der Geburt des Kindes und muss in Vielem von der Mutter seine eigene »Vaterschaft« lernen. Das gehört, so kann man sagen, zum normalen menschlichen Ablauf der Elternschaft, auch in ihrer weiteren Entwicklung nach der Geburt des Kindes, vor allem in der ersten Zeit. Die Erziehung des Kindes sollte, umfassend verstanden, den doppelten Beitrag der Eltern enthalten: den mütterlichen und den väterlichen Beitrag. Doch jener der Mutter ist entscheidend für die Grundlagen einer neuen menschlichen Persönlichkeit“. 

(Johannes Paul II, „Mulieris Dignitatem“, 18)

Dienstag, 18. November 2014

KIND NACH VERGEWALTIGUNG

"Gut, dass du mich bekommen hast, Mama!"

Von HENDRIK PUSCH

KÖLN – Sie liebt ihren Sohn über alles. Monika L. (37) geht mit Marlon (11; Namen geändert) in den Zoo und auf den Spielplatz. Sie hilft bei den Schularbeiten. Alles, was Mutter und Kind so machen. Doch Marlons Vater ist ein Verbrecher, ein Vergewaltiger, der nie geschnappt wurde.

Monika L. mit dem Foto ihres neugeborenen Sohnes. 
Nachdem sie vergewaltigt wurde, 
brachte sie das Kind zur Welt. 
„Ich habe nie an eine Abtreibung gedacht“, sagt sie.
Foto: Udo Gottschalk
Schwanger von einem Vergewaltiger. Ein gesellschaftliches Tabuthema. Doch Monika L. will nicht länger schweigen. „Ich möchte Frauen, die das Gleiche wie ich erlebt haben, Mut machen, zu ihrem Kind zu stehen“, sagt sie.
Rückblende, Oktober 2002: Monika L. wollte abends eine Galerie in Köln besuchen, draußen war es schon dunkel. Vorher wollte sie noch schnell auf die öffentliche Toilette. Und dort geschah es.
Ein Sex-Täter überfiel Monika L., vergewaltigte sie und verschwand. Unter Schock lief die junge Frau nach Hause. Zur Polizei ging sie nicht.
„Ich wollte das alles nur vergessen, habe alles verdrängt.“ Bis heute kann sie sich nur in Bruchstücken an den brutalen Überfall erinnern.
Ein paar Wochen nach dem Verbrechen spürte sie Schmerzen im Unterleib, ging zum Frauenarzt. Ein paar Tests, dann war klar: Monika war schwanger. Sie war zu dieser Zeit Single, der Vater konnte nur der Vergewaltiger sein. Erst jetzt erstattete sie Anzeige. Doch die Ermittler haben den Täter nie gefunden.
Was blieb, war ein Bauch, der immer größer wurde. Eine emotionale Ausnahmesituation. Sollte sie das Kind behalten, das Kind von einem Sex-Täter? „Ich habe nie wirklich an eine Abtreibung gedacht“, sagt Monika L. heute. Auch mehrere Menschen aus ihrem Umfeld hätten sie unterstützt, das Kind zu bekommen. Immer habe sie sich gesagt: „Das Baby kann doch nichts dafür.“
Gleichwohl ging es ihr in der Schwangerschaft sehr schlecht. „Ich war depressiv, konnte mich gar nicht auf das Kind freuen“, erzählt sie dem EXPRESS.
Ihr Sohn kam per Kaiserschnitt zur Welt, vier Wochen zu früh. „Als ich ihn sah, war ich hin und weg, der Kleine war so süß“, sagt sie.
Doch die Erinnerung an die Vergewaltigung kommt immer wieder hoch. „Ich habe Trauma-Therapien gemacht, bin immer noch in psychologischer Behandlung.“ Wenn Monika L. an dunklen Unterführungen vorbeikommt, bekommt sie Panik, Herzrasen. Doch sie will stark sein. Für sich und für ihren Sohn.
Marlon, heute elf, hat erst im vergangenen Jahr die ganze Geschichte erfahren, eine Therapeutin war dabei. Er weinte, sagte dann aber zu seiner Mutter Monika: „Gut, dass du mich bekommen hast, Mama.“

Wer bezahlt den Unterhalt?

2013 wurden 7408 Vergewaltigungen in Deutschland angezeigt. Davon 1850 in NRW. In Köln wurden 198 Fälle gezählt, in Düsseldorf 108 und in Bonn 66.
Doch was, wenn eine Frau schwanger von einem Vergewaltiger wird? Laut § 218a ist dann eine Abtreibung bis zum dritten Monat erlaubt. Es gibt keine Zahlen darüber, wie viele Frauen das betrifft.
Klar ist: Mütter von Kindern eines Vergewaltigers, der nicht gefasst wurde, können Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. „Der gilt allerdings nur für sechs Jahre“, sagt Familienrechtlerin Sabine Willutzki. Wenn das Kind das zwölfte Lebensjahr erreicht hat, besteht kein Anspruch mehr.
Danach hat die Mutter die Möglichkeit, beim zuständigen Landschaftsverband Opferentschädigung zu beantragen.
Wurde der Vergewaltiger ermittelt, muss er den Unterhalt für das Kind zahlen.

„Man muss das Kind und die Tat trennen“

Schwanger nach einer Vergewaltigung: Das ungeborene Kind werde zu einem ständigen Auslöser für die traumatische Erfahrung, sagt Psychiater Karl Heinz Brisch. „Dazu gehören neben Affekten von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Scham und pathologischen Schuldgefühlen auch mörderische Wut.“

Trotzdem entscheiden sich nicht wenige vergewaltigte Frauen für das Kind. Diplom-Psychologin Susanne Heynen: „Die Schwangerschaft löst einen Perspektivwechsel aus. In den Vordergrund rückt die Verantwortung, die die Frau durch die Schwangerschaft gegenüber dem Kind annimmt.“
So sieht es auch Familientherapeutin Elke Eyckmanns:„Die Schwierigkeit besteht darin, das Augenmerk komplett auf das Kind zu legen. Im Entscheidungsprozess, ob man abtreibt oder nicht, befinden sich betroffene Frauen meist in einer Phase, in der die Tat noch allgegenwärtig ist. Hier muss der Frau bewusstwerden, dass sie sich für das Kind entscheidet, unabhängig von der Tat und dem Täter.“
Auch für das Kind ist es keine einfache Situation, wenn es erfährt, dass es durch eine Vergewaltigung entstanden ist.
Elke Eyckmanns: „Das Kind muss auch beim Heranwachsen immer wieder damit umgehen, dass ein Teil von ihm nicht gewollt ist. Bei einer liebenden Mutter, die ihre Wut und negativen Gefühle gegenüber dem Vergewaltiger nicht auf ihr Kind projiziert, kann das Akzeptieren der Situation gelingen. Davor muss man großen Respekt haben.“


Quelle:



Schon im Mutterleib fangen Babys an zu träumen


Wann fängt der werdende Mensch an zu träumen?
Forscher an der Universität Jena sind dieser Frage, mithilfe von Schafsföten, auf den Grund gegangen. Schluckauf, Leistenbrüche und genetische Gemeinsamkeiten verraten, dass wir den Tieren näher stehen als wir glauben.
Karin Schwab, und andere Forscher von der Universität Jena, haben mithilfe von Schafsföten herausgefunden, dass das Gehirn der Tiere nach 106 Tagen beginnt geordnete und charakteristische Signale zu senden, die man als Träume deuten kann.
Von Schafen auf Menschen zu schließen und dann Träume erkennen zu wollen, mag sich seltsam anhören. Doch das Gehirn eines Schafes entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten sehr ähnlich wie das eines Menschen. Schafe werden bereits nach 160 Tagen geboren, Menschen nach 280 Tagen. Dieser 106-Tage-Entwicklungsstand entspricht dem eines sieben Monate alten Menschenfötus.
Wie die Forscher in einer Zeitschrift schreiben, die sich um das Verständnis nicht linear ablaufenden Phänomene bemüht, gibt es diese strukturierte und koordinierte Hirnaktivität bereits lange bevor man bei den Föten, die für Traumphasen typischen Augenbewegungen, beobachten kann.

Forscherin Schwab sagt: „Schlaf entsteht nicht aus dem ruhenden Gehirn, Schlaf und Schlafphasen entwickeln sich in aktiv regulierten Prozessen.“

Montag, 17. November 2014

Ungeborene haben Schmerzen


Schon Ungeborene empfinden kleine Eingriffe wie Blutentnahmen als Schmerz, haben britische Mediziner bewiesen. Schon 25 Wochen nach der Empfängnis reagieren sie nicht reflexhaft, sondern fühlen den Schmerz. Mit Hilfe bildgebender Verfahren maßen die Forscher des University College London bei 18 Frühgeborenen Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn bei Blutentnahmen. Der Eingriff führte zu einer Aktivierung des „sensorischen Areals“, Schmerzreize würden damit in höheren Hirnregionen verarbeitet. Das Ergebnis sei relevant, weil Frühgeborene oft Eingriffen unterzogen werden müssen, so Maria Fitzgerald im „Journal of Neuroconscience“. 
(AP in Die WELT vom 18. April 2006)


Freitag, 14. November 2014

Das Übel der Abtreibung

„Es ist schizophren: Die Schaffung neuer Krippenplätze ist in aller Munde. Gleichzeitig belegen die Abtreibungszahlen, dass die Kinder von fast 5.000 Kindergartengruppen fehlen werden, weil sie vor ihrer Geburt im Mutterleib getötet wurden.

Hinter der nackten Zahl von über 117.000 (im Jahr 2007) gemeldeten Abtreibungen verbergen sich nicht allein die getöteten Kinder. Dahinter verbirgt sich auch das große Leid vieler Frauen, die mit der Vorstellung, Mutter zu werden, überfordert waren; ihnen fehlte eine echte Unterstützung. Abtreibung des Kindes ist keine Notlösung, sondern schafft für die Frauen neue Not. Jede zweite Frau leidet an körperlichen oder psychischen Schwierigkeiten nach der Abtreibung.

Die Politik schweigt dazu und bringt jene zum Schweigen, die das Abtreibungsunrecht beim Namen nennen. Von einem wirksamen Lebensschutz, wie er der im Grundgesetz festgeschriebenen unteilbaren Menschenwürde entspricht, kann in Deutschland keine Rede sein.


(Monika Hoffmann, Medienbeauftragte der Christdemokraten für das Leben (CDL))


Donnerstag, 13. November 2014

Babys lernen Sprache durch Hören


Vor dem ersten Sprechen beherrschen Kinder schon hunderte Wörter

Babyleicht: Ein Kind erlernt zuerst den Wortklang, später die Bedeutung

Philadelphia - Selbst erfolgreiche Fremdsprachenlerner werden nie erreichen, was Babys gelingt. Nur als Kleinkind besitzt der Mensch die einzigartige Fähigkeit, Sprachlaute mühelos zu unterscheiden, später verliert er sie wieder. Das beweisen Tests, die Psychologen an der University of Pennsylvania http://www.upenn.edu an Babys vornahmen. Erst sechs Monate alte Babys aus englischsprachigem Umfeld konnten zwischen ähnlichen Konsonanten der Sprache Hindi, die es im Englischen nicht gibt, unterscheiden. Diese Fähigkeit hatten sie jedoch mit einem Jahr bereits verloren. Gezeigt wurde auch, dass Kinder bereits gewisse Sprachaspekte entwickeln, bevor sie zu reden beginnen.

Zur Untersuchung der Sprachentwicklung bei Babys machten sich die Forscher den Umstand zunutze, dass Kinder gerne Bilder ansehen, wenn man gezeigte Objekte mit ihrem Namen benennt. Man präsentierte den kleinen Testpersonen zwei Bilder, etwa Apfel und Hund, dann nannten die Psychologen einen der beiden Begriffe und beobachteten, welche Augenbewegungen die Begriffe auslösten. In weiterer Folge veränderten die Forscher die Begriffe ein wenig, verschärften Konsonanten oder verlängerten Vokale. Die falsche Aussprache führte dazu, dass die Kinder weniger oft auf das richtige Objekt blickten. Bewiesen wurde somit, dass schon einjährige Aussprachefehler unterscheiden können.

„Das verändert frühere Auffassungen über kindliches Lernen“, sagt Studienleiter David Swingley. Bekannt war bisher, dass sich Kinder im zunehmenden Alter auf Konsonanten und Vokale ihrer Sprache konzentrieren und dabei Laute ausschließen, die nicht zu ihrer Muttersprache gehören. Nun wurde auch ermittelt, wie Babys ganze Wörter handhaben. Sie schaffen es, Sprachlaute und Hörformen der gesamten Wörter wahrzunehmen. Das ermöglicht es Kindern später, ihren Wortschatz zu vergrößern und die Sprache grammatikalisch richtig zu erlernen. Spracherwerb hänge in hohem Maße mit der Fähigkeit zur frühen Wiedererkennung von Wörtern zusammen, so der Studienautor.

Die Sprachlerntaktik von Babys ist raffiniert: Sie lernen zuerst den Klang vieler Wörter und sammeln erst später Information über deren Bedeutung. Schon mit acht Monaten können sie somit Wörter nach ihrer Hörform wiedererkennen, erst zehn Monate später wissen sie auch um deren Bedeutung Bescheid und unterscheiden sie von ähnlichen Wörtern. Auch das Sprechhören entwickelt sich erst allmählich: Sieben Monate alte Kinder erkannten im Test dasselbe Wort noch nicht wieder, wenn es von Mann und Frau oder mit verschiedenen Betonungen ausgesprochen werden. Mit zehn Monaten schaffen sie es schließlich.


Aussender: pressetext.austria (pte/31.10.2008/13:55)
Redakteur: Johannes Pernsteiner

email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316 

Kultur des Todes nimmt überhand

„Es ist uns bewusst, dass die Entdeckungen des Menschen im Bereich der Wissenschaft, der Technologie, eine Gefahr für das menschliche Leben darstellen. Es besteht dringend Handlungsbedarf, um schlimme Folgen für die Menschheit abzuwenden. Wir sind gekommen, um diese großartige Initiative, diese Bewegung für das Leben zu unterstützen, denn die Kultur des Todes nimmt in unserer heutigen Gesellschaft überhand. Wir sind dazu aufgefordert, dieser Kultur entgegenzuwirken und die Kultur des Lebens auferstehen zu lassen, denn der Schutz des  menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod muss gewährleistet sein.“ So Professor Edmund Agbo, Vertreter des Internationalen Bioforschungsinstituts (IBI) in Nigeria, beim Marsch für das Leben in Rom.