Samstag, 28. Juni 2014

Tote Babys sind keine Klinikabfälle

Europäischer Gerichtshof:
Tote Babys sind keine Klinikabfälle

Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz begrüßt das Urteil

EU-Gerichtshof in Strßburg
Straßburg (idea) 13.06.14 – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Menschenwürde totgeborener Kinder gestärkt. Ihre Körper dürften nicht als Klinikabfall entsorgt werden, stellten die Straßburger Richter am 12. Juni fest. Geklagt hatte ein Kroate, dessen Kind in einem Krankenhaus in Split leblos zur Welt kam. Als die Eltern sich nach dem Verbleib der sterblichen Überreste erkundigten, erfuhren sie, dass ihr Kind in einem Krematorium zusammen mit Klinikabfällen verbrannt worden war. Das Gericht verurteilte den kroatischen Staat wegen Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben und sprach dem Kläger 12.300 Euro Schmerzensgeld zu. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen, Hartmut Steeb (Stuttgart), begrüßte das Urteil. Es zeige, dass die Menschenwürde auch nach dem Tod einzuhalten sei, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Ein menschliches Leben darf nie zur Sache werden“, betonte er. Dies müsse generell gelten, auch für die Kinder, die schon vor der Geburt getötet würden.


Donnerstag, 26. Juni 2014

Karikatur der Freiheit




Schließlich ist zu sagen, dass die wahre Freiheit auch in der permissiven Gesellschaft nicht gefördert wird, welche die Freiheit mit der Erlaubnis zur Willkür verwechselt und im Namen der Freiheit eine Art von allgemeiner Sittenlosigkeit verkündet. Die Behauptung, der Mensch sei frei, sein Leben unabhängig von sittlichen Werten zu gestalten und die Gesellschaft brauche diese Werte nicht zu schützen und zu fördern, ist eine Karikatur der Freiheit. Eine solche Haltung zerstört Freiheit und Frieden. Es gibt zahlreiche Beispiele für diese irrige Auffassung von Freiheit, so die Vernichtung von Menschenleben durch geduldete oder legalisierte Abtreibung.

Johannes Paul II. — Botschaft zum Weltfriedenstag 1981 vom 8.12.80

Mittwoch, 25. Juni 2014

Pränatale Diagnostik

Wenn die Schwangerschaft zum Nervenkrieg wird


Achtung: Falscher Alarm!

Die Bluttests zum Aufspüren von Chromosomenveränderungen gelten zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. Sollten dann nicht alle Schwangeren diesen Test machen? Ein Recherchebeispiel erklärt, warum Vorsicht geraten ist.
Baby im Mutterleib
in der 7. Woche
1000.000 Schwangere lassen ihr Blut testen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 beim Kind liegt bei 1:500. Das heißt, 200 der Schwangeren sind betroffen. Durch die Bluttests werden 99 Prozent der Fälle erkannt. Es erfahren also 198 Frauen von der Chromosomenstörung ihre Kindes. Allerdings haben die Tests auch eine Falsch-Positiv-Rate von 0,1 Prozent. Das Bedeutet für 100 Frauen: falscher Alarm! Ihre Laborwerte deuten zwar auf eine Trisomie 21 beim Kind hin, dies bestätigt sich aber bei einer Fruchtwasseruntersuchung nicht.
Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 nur bei 1:1000 liegt, sind nur noch 100 von 100.000 Schwangeren betroffen. Wenn alle einen Bluttest machen, erfahren 99 der Betroffenen von der Trisomie. Aber immer noch gilt für 0,1 Prozent der Frauen, also für 100 Schwangere: falscher Alarm!
Kritiker fürchten, dass Frauen in Zukunft ohne Beratung durch einen Arzt die Bluttests anwenden können, vielleicht bestellt über das Internet, womöglich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Die Frauen könnten sich schnell für einen Abbruch entscheiden — dabei war es vielleicht nur ein Fehlalarm.

Dies ist die Einführung eines Artikels von WIEBKE HOLLERSEN in der WELT AM SONNTAG vom 22. Juni 2014.
Den gesamten Artikel lesen sie hier:

http://www.welt.de/gesundheit/article129414841/Wenn-die-Schwangerschaft-zum-Nervenkrieg-wird.html

Donnerstag, 19. Juni 2014

Mutterschaft und Vaterschaft ergänzen sich


„Man ist allgemein überzeugt, dass die Frau mehr als der Mann fähig ist, auf die konkrete Person zu achten und dass die Mutterschaft diese Veranlagung noch stärker zur Entfaltung bringt. Der Mann befindet sich - trotz all seiner Teilhabe an der Elternschaft - immer »außerhalb« des Prozesses der Schwangerschaft und der Geburt des Kindes und muss in Vielem von der Mutter seine eigene »Vaterschaft« lernen. Das gehört, so kann man sagen, zum normalen menschlichen Ablauf der Elternschaft, auch in ihrer weiteren Entwicklung nach der Geburt des Kindes, vor allem in der ersten Zeit. Die Erziehung des Kindes sollte, umfassend verstanden, den doppelten Beitrag der Eltern enthalten: den mütterlichen und den väterlichen Beitrag. Doch jener der Mutter ist entscheidend für die Grundlagen einer neuen menschlichen Persönlichkeit“. (Johannes Paul II, „Mulieris Dignitatem“, 18)

Mittwoch, 18. Juni 2014

Bevölkerungskontrolle



Aber nicht nur der Krieg zerstört den Frieden.
Jedes Vergehen gegen das Leben ist ein Attentat auf den Frieden, besonders wenn dabei die Sitten des Volkes verletzt werden, wie dies heute häufig durch die furchtbare und zuweilen vom Gesetz geregelte Leichtfertigkeit geschieht, mit der das ungeborene Leben durch die Abtreibung ausgelöscht wird. 
Man pflegt zugunsten der Abtreibung folgende Gründe zu nennen: die Abtreibung soll die bedrohliche Vermehrung der Bevölkerung eindämmen, sie soll Lebewesen beseitigen, die verunstaltet leben müssten, in sozialer Diskriminierung oder in proletarischem Elend und so fort. Die Abtreibung scheint also eher dem Frieden zu nützen, als ihm zu schaden. Aber so ist es gerade nicht! Die Tötung eines menschlichen Lebewesens, sei es vor der Geburt, sei es danach, verletzt in erster Linie das unantastbare Moralprinzip, auf das sich die Auffassung von der menschlichen Existenz immer beziehen muss: Das Leben des Menschen ist unantastbar und heilig vom ersten Augenblick seines natürlichen Lebens an in der Zeit. Es ist heilig. Was bedeutet das? Das heißt, dass dieses Leben jeglicher willkürlichen Macht der Zerstörung entzogen ist; es ist unantastbar und so wertvoll, dass es alle Hochschätzung, alle Pflege und jedes auch große Opfer verdient. Dieser Sinn für den heiligen, das heißt für den unantastbaren, unverletzbaren Wert eines menschlichen Lebens ist für den, der an Gott glaubt, spontan und instinktiv gegeben; er ist verpflichtend aufgrund des transzendenten Gesetzes Gottes. Aber auch für denjenigen, der nicht das Glück hat, Gottes schützende und richtende Hand über jedem Menschenleben anerkennen zu können, ist dieser Sinn notwendigerweise als intuitive Einsicht in die menschliche Würde gegeben. Das wissen und empfinden auch diejenigen, die das Unglück gehabt haben, mit der damit verbundenen unerbittlichen Schuld und den immer wiederkehrenden Gewissensbissen willentlich ein Leben ausgelöscht haben. Die Stimme des unschuldigen Blutes schreit im Herzen des Mörders mit schriller Eindringlichkeit. Innerer Friede ist nicht möglich auf dem Wege egoistischer Spitzfindigkeiten!

Paul VI. Botschaft zum Weltfriedenstag 1977 v. 8.12.76

Dienstag, 17. Juni 2014

Opfer der Diskriminierung

Nicht nur Lebensrechtler sind Opfer einer psychologischen Kriegsführung von Seiten der Abtreibungslobby. Frauen und Mütter werden ebenfalls verzerrt dargestellt und man versucht, ihnen einen Minderwertigkeitskomplex einzutrichtern, wenn sie nicht für Abtreibung, wenn sie nicht nach dem von der Abtreibungslobby diktierten Modell von „Selbstbestimmung“ leben, wenn sie nicht nach Art irgendwelcher Mode und Zeitgeistströmungen sich ausrichten. Übrigens wird den Frauen vorgegaukelt, dass jede Form von Erfolg in Ordnung sei. Inzwischen treten sogar Prostituierte in Talkshows auf und werden wie Heldinnen behandelt. 
Eine Frau, die „nur“ Mutter und eine „Nur-Hausfrau" ist, bleibt erfolglos, unterdrückt, bemitleidenswert, und muss schleunigst „befreit“ werden vom Manne.


(Mathias von Gersdorff: „Der Kampf ums Leben“ 2012)


Montag, 16. Juni 2014

Ergebnis der Gleichstellung von Mann und Frau

Angesichts von etwa 40 Millionen Alkoholikern, von einem durch Gewalt, Terror und Kriminalität heimgesuchten und zerfallenen Land,  schrieb Gorbatschow:
»Wir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher – in unserer Moral, der Kultur und der Produktion – zum großen Teil durch die Lockerung familiärer Bindungen  und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Mann in allen Bereichen gleichzustellen.«
In Russland gibt es aufgrund dieser Einsichten, welche die heutigen Politiker Putin und Medwedjew teilen, heute so gut wie keine Krippen mehr, das Land zahlt großzügige Familienleistungen und ermuntert durch regelmäßige Geldzuwendungen die Frauen, zuhause bei ihrem Nachwuchs zu bleiben.  (Eva Hermann 2010)


Samstag, 14. Juni 2014

Alle zwei Minuten = Tsunami

In Deutschland, in unserer Nähe, wird alle zwei Minuten ein ungeborenes Kind durch Abtreibung umgebracht. Abtreibung, die so viel Opfer pro Jahr fordert wie ein Tsunami, wie ein Orkan. Genau so viel? Nein, das doppelte, denn die Mutter wird ebenfalls zum Opfer in der Folge.
Und das geht schon 30 Jahre so!
Doch das Fernsehen zeigt hiervon keine Bilder. Es weigert sich z.B. den „Stummen Schrei“ von Dr. Bernard Nathanson zu zeigen, in dem man auf Ultraschallaufnahmen sieht, wie das Kind im Mutterleib, nicht einer zwanzig Meter hohen Meereswelle, sondern den grausamen tödlichen Geräten des Abtreibers entfliehen will.


Freitag, 6. Juni 2014

Gebet, Einsatz, geduldiges Warten


Die Auseinandersetzung, der Kampf für das Leben in der heutigen Abtreibungsgesellschaft, wird vor den Augen Gottes ausgetragen. Seine Entscheidung, wen oder was Er am Ende gewinnen lässt, steht schon fest: Das Leben. Die Lebensrechtler sind zwar Protagonisten dieses Kampfes, aber nicht die Regisseure. Wie der Sieg schließlich kommen wird, wie sich die Kultur des Lebens gegenüber der „Un-Kultur des Todes“ durchsetzen wird, wissen wir nicht und dies liegt letztendlich nicht in unseren Händen. In unseren Händen liegen bloß das Beten, der aktive Einsatz für das Leben und das geduldige Warten auf den Sieg des Guten über das Böse und auf die Rettung der Ungeborenen.


(Aus „Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, 2012)

Donnerstag, 5. Juni 2014

Zeitalter des Todes

Wir leben in einem Zeitalter eines übertriebenen Nihilismus, einem Zeitalter des Todes; einer Zeit, für die folgendes gilt – wie der Schriftsteller Walter Percy feststellte: "Mitleid führt zur Gaskammer", oder zur Abtreibungsklinik oder in die Praxis des Euthanisten.
Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir die Person immer höher definieren, so dass immer weniger von uns  wirklich emporgelangen, in einer Zeit, in der wir moralische Werte praktische aufgeben, so dass wir Menschen wie Dinge behandeln können – und die Abtreibung, freilich, hat uns dazu geholfen, dies zu erlernen; weiters ist es eine Zeit, in der die Säulen der Sicherheit gesprengt werden – Kirchen, Schulen, politische Institutionen – so dass alles, einschließlich ihr Leben, mein Freund, zur Diskussion steht… Die systematische Erstickung von Autorität und die hoffnungslose Verbannung normativer Ethik. Wie erfreulich und endlos ist doch unsere Auswahl! – Zu töten, zu sterben, zu gebrauchen bis nicht mehr brauchbar, alles ohne jemals verurteilt zu werden, auch nicht von unserem Selbst. Es ist so wie Alisdair MacIntyre es so treffend ausgedrückt hat: Die Barbaren warten nicht jenseits der Grenze, sie regieren uns bereits seit einiger Zeit.

(Dr. Bernard Nathanson in "Die Hand Gottes")

Mittwoch, 4. Juni 2014

Widerspruch


Wir schützen heute die Natur,
die Bäume, Schweine, Kröten:
man soll die arme Kreatur
nicht quälen und nicht töten!
Kindern im Werden gilt das nicht;
was einem unwert, schützt man nicht.

Man will „es“ nicht, man macht es weg“,
sagt: aus sozialen Gründen“.
Ein Playboy nennt 'nen andern Zweck:
„Mein Schatz, lass es verschwinden!
Dann stört es uns doch weiter nicht!“
Nein, „das“ im Dunkeln liebt er nicht.

Dreihunderttausend jedes Jahr,
die nicht das Licht erblicken
und die wir lieber kurzerhand
in Abfall-Eimer schicken.
Ja, glaubt ihr's oder glaubt ihr's nicht?
Dreihunderttausend zählen nicht!

Einst schreckte uns der Holocaust“,
sein schlimmes Wahnsinnstöten!
Wie kommt es, dass uns jetzt nicht graust?
Was lässt uns nicht erröten?
Nein, dieses Morden stört uns nicht,
denn Ungebor'ne zählen nicht.

Nur einer zählt sie liebevoll,
und der lässt sich nicht spotten;
er will es nicht, er lässt nicht zu,
dass wir die Welt entgotten.
Beizeiten hält er sein Gericht
- wir allesamt entgeh'n ihm nicht.

G. Siedenschnur

Dienstag, 3. Juni 2014

Spirale des Schweigens


Dr. Werner Neuer,Dozent am theologischen
 Seminar St. Chrischona
(livenet.de)
Zur Legalisierung der Verbrechen gegen das menschliche Leben gesellt sich also eine „Spirale des Schweigens“, die sich mit den Menschen verachtenden Verhältnissen abgefunden hat und darauf verzichtet, mit Nachdruck, Beharrlichkeit und Engagement auf eine Änderung der Situation hinzuwirken bzw. auf eine Wiederherstellung des vollen Rechtsschutzes für das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu bestehen.

(Dr. Werner Neuer, "Bausteine für eine Ethik des Lebens" in "Medizin und Ideologie" 1/2011)

Montag, 2. Juni 2014

Kein Platz für Reuige


Frauen, die auch noch Jahre unter den psychischen Folgen einer Abtreibung leiden, die in den meisten Fällen ihnen von ihrer Umgebung aufgezwungen wurde, werden zu „Talkshows“ nicht eingeladen. Von dieser Gewalt hier bei uns wird nicht gesprochen. Zu den „Talkshows“ werden auch keine Mediziner oder Helfer eingeladen, die dem Abtreibungsgewerbe angehörten, die den Hintergrund des Systems kennengelernt haben, und dem Ganzen überdrüssig geworden und letztlich aus dem System ausgestiegen sind.

Aus einem Aktionsbrief von der Aktion SOS LEBEN

Sonntag, 1. Juni 2014

Mutterschaft und das Geheimnis des Lebens

„Die Mutterschaft enthält eine besondere Gemeinschaft mit dem Geheimnis des Lebens, das im Schoß der Frau heranreift: Die Mutter steht staunend vor diesem Geheimnis, und mit einzigartiger Intuition »erfasst« sie, was in ihr vor sich geht. Im Licht des »Anfangs« nimmt die Mutter das Kind, das sie im Schoß trägt, als Person an und liebt es. Diese einmalige Weise des Kontaktes mit dem neuen Menschen, der sich formt, schafft seinerseits eine derartige Einstellung zum Menschen - nicht nur zum eigenen Kind, sondern zum Menschen als solchem -, dass dadurch die ganze Persönlichkeit der Frau tief geprägt wird.“ 

(Johannes Paul II, „Mulieris Dignitatem“, 18)