Freitag, 18. Juli 2014

Seid Zeugen dieser „Kultur des Lebens“


Seid Zeugen dieser „Kultur des Lebens“ und verbreitet sie. Ihr als Katholiken habt eine größere Verantwortung: zunächst einmal euch selbst gegenüber, aufgrund der Verpflichtung zur Kohärenz gegenüber der christlichen Berufung; und dann der zeitgenössischen Kultur gegenüber, um dazu beizutragen, die transzendente Dimension, die Spur des Schöpferwerkes Gottes im menschlichen Leben zu erkennen, vom ersten Augenblick seiner Empfängnis an. Das ist eine Aufgabe der Neuevangelisierung, die oft von uns verlangt, gegen den Strom zu schwimmen und dafür persönlich einzustehen. Der Herr zählt bei der Verbreitung des »Evangeliums des Lebens« auch auf euch .... 

(Papst Franziskus an katholische Gynäkologen)

Mittwoch, 16. Juli 2014

Abtreibung über die „erfolgreichen“ Frauen begünstigt

Die Linksradikalen sehen den Kampf gegen die Abtreibung innerhalb eines sehr breiten ideologischen und kulturellen Kampfes. Wenn sie behaupten, die Lebensrechtler wollten die Frauen „zu Gebärmaschinen degradieren und ihnen das Recht auf eigene Bedürfnisse, Überzeugungen und ein selbstbestimmtes Leben absprechen“, erkennen sie durchaus, dass sich das Lebensrecht in einer defensiven Position befindet und nicht unbedingt den Mut besitzen, das Abtreibungsproblem in seiner ganzen Breite anzugreifen. Denn in der Tat ist es so, dass die Abtreibung durch die modernen Ansichten über die Frau und die Geschlechterrollen begünstigt wird. Nur Frauen, die ein vielfältiges Leben führen, beruflich tätig und finanziell unabhängig sind, sprich, nicht von ihren Männern ernährt werden, gelten als erfolgreich. 

(„Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, Aktion SOS LEBEN, DVCK e.V.)

Japan strebt mehr Geburten an


Die japanische Regierung will den Geburtenrückgang stoppen. Drei-Kinder-Familie soll zum Staatsziel werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine. Um Nachwuchs für Familien wieder attraktiver zu machen, ist es Ziel der Regierung Frauen finanziell, bei Bildung und Kindertagesstätten stärker zu unterstützen, wenn sie mehr als zwei Kinder haben wollen.

Der seit Jahren anhaltende demografische Trend zeichnet Japan weltweit mit der niedrigsten Geburtenrate aus. Auch in 50 Jahren soll Japan nach den Plänen der Regierung noch eine Bevölkerung von mehr als 100 Millionen haben. Sollte die Geburtenrate nicht steigen, könnten es im Jahr 2060 nur noch 87 Millionen sein.

2012 bekamen japanische Frauen im Schnitt 1,41 Kinder. In der Hauptstadt Tokio liegt die Quote derzeit bei nur 1,0. Durchschnittlich bekommen heute japanische Frauen ihr erstes Kind im Alter von mehr als 30 Jahren.

Ministerpräsident Shinzo Abe hatte angekündigt, 300 000 neue Betreuungsplätze für Grundschulkinder zu schaffen, damit die Eltern Vollzeit arbeiten können. Weiter heißt es, dass die schrumpfende und alternde Bevölkerung schon bald zu einem Mangel an Arbeitskräften führen werde. In manchen Branchen wie der Bauindustrie ist das bereits heute zu spüren.


In der Zuwanderung von Ausländern sieht die japanische Regierung keinen Weg, um den Beschäftigungsstand auszugleichen. Derzeit wird darüber diskutiert die Beschäftigung ausländischer Arbeiter zu erleichtern. Diese sollen aber nur für eine begrenzte Zeit eine Aufenthaltserlaubnis bekommen um den Mangel auszugleichen.

Quelle: Kultur und Medien Online, 15.7.14

Samstag, 28. Juni 2014

Tote Babys sind keine Klinikabfälle

Europäischer Gerichtshof:
Tote Babys sind keine Klinikabfälle

Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz begrüßt das Urteil

EU-Gerichtshof in Strßburg
Straßburg (idea) 13.06.14 – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Menschenwürde totgeborener Kinder gestärkt. Ihre Körper dürften nicht als Klinikabfall entsorgt werden, stellten die Straßburger Richter am 12. Juni fest. Geklagt hatte ein Kroate, dessen Kind in einem Krankenhaus in Split leblos zur Welt kam. Als die Eltern sich nach dem Verbleib der sterblichen Überreste erkundigten, erfuhren sie, dass ihr Kind in einem Krematorium zusammen mit Klinikabfällen verbrannt worden war. Das Gericht verurteilte den kroatischen Staat wegen Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben und sprach dem Kläger 12.300 Euro Schmerzensgeld zu. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen, Hartmut Steeb (Stuttgart), begrüßte das Urteil. Es zeige, dass die Menschenwürde auch nach dem Tod einzuhalten sei, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Ein menschliches Leben darf nie zur Sache werden“, betonte er. Dies müsse generell gelten, auch für die Kinder, die schon vor der Geburt getötet würden.


Donnerstag, 26. Juni 2014

Karikatur der Freiheit




Schließlich ist zu sagen, dass die wahre Freiheit auch in der permissiven Gesellschaft nicht gefördert wird, welche die Freiheit mit der Erlaubnis zur Willkür verwechselt und im Namen der Freiheit eine Art von allgemeiner Sittenlosigkeit verkündet. Die Behauptung, der Mensch sei frei, sein Leben unabhängig von sittlichen Werten zu gestalten und die Gesellschaft brauche diese Werte nicht zu schützen und zu fördern, ist eine Karikatur der Freiheit. Eine solche Haltung zerstört Freiheit und Frieden. Es gibt zahlreiche Beispiele für diese irrige Auffassung von Freiheit, so die Vernichtung von Menschenleben durch geduldete oder legalisierte Abtreibung.

Johannes Paul II. — Botschaft zum Weltfriedenstag 1981 vom 8.12.80

Mittwoch, 25. Juni 2014

Pränatale Diagnostik

Wenn die Schwangerschaft zum Nervenkrieg wird


Achtung: Falscher Alarm!

Die Bluttests zum Aufspüren von Chromosomenveränderungen gelten zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. Sollten dann nicht alle Schwangeren diesen Test machen? Ein Recherchebeispiel erklärt, warum Vorsicht geraten ist.
Baby im Mutterleib
in der 7. Woche
1000.000 Schwangere lassen ihr Blut testen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 beim Kind liegt bei 1:500. Das heißt, 200 der Schwangeren sind betroffen. Durch die Bluttests werden 99 Prozent der Fälle erkannt. Es erfahren also 198 Frauen von der Chromosomenstörung ihre Kindes. Allerdings haben die Tests auch eine Falsch-Positiv-Rate von 0,1 Prozent. Das Bedeutet für 100 Frauen: falscher Alarm! Ihre Laborwerte deuten zwar auf eine Trisomie 21 beim Kind hin, dies bestätigt sich aber bei einer Fruchtwasseruntersuchung nicht.
Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 nur bei 1:1000 liegt, sind nur noch 100 von 100.000 Schwangeren betroffen. Wenn alle einen Bluttest machen, erfahren 99 der Betroffenen von der Trisomie. Aber immer noch gilt für 0,1 Prozent der Frauen, also für 100 Schwangere: falscher Alarm!
Kritiker fürchten, dass Frauen in Zukunft ohne Beratung durch einen Arzt die Bluttests anwenden können, vielleicht bestellt über das Internet, womöglich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Die Frauen könnten sich schnell für einen Abbruch entscheiden — dabei war es vielleicht nur ein Fehlalarm.

Dies ist die Einführung eines Artikels von WIEBKE HOLLERSEN in der WELT AM SONNTAG vom 22. Juni 2014.
Den gesamten Artikel lesen sie hier:

http://www.welt.de/gesundheit/article129414841/Wenn-die-Schwangerschaft-zum-Nervenkrieg-wird.html

Donnerstag, 19. Juni 2014

Mutterschaft und Vaterschaft ergänzen sich


„Man ist allgemein überzeugt, dass die Frau mehr als der Mann fähig ist, auf die konkrete Person zu achten und dass die Mutterschaft diese Veranlagung noch stärker zur Entfaltung bringt. Der Mann befindet sich - trotz all seiner Teilhabe an der Elternschaft - immer »außerhalb« des Prozesses der Schwangerschaft und der Geburt des Kindes und muss in Vielem von der Mutter seine eigene »Vaterschaft« lernen. Das gehört, so kann man sagen, zum normalen menschlichen Ablauf der Elternschaft, auch in ihrer weiteren Entwicklung nach der Geburt des Kindes, vor allem in der ersten Zeit. Die Erziehung des Kindes sollte, umfassend verstanden, den doppelten Beitrag der Eltern enthalten: den mütterlichen und den väterlichen Beitrag. Doch jener der Mutter ist entscheidend für die Grundlagen einer neuen menschlichen Persönlichkeit“. (Johannes Paul II, „Mulieris Dignitatem“, 18)