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Donnerstag, 9. April 2026

Die Gewalt gegen Lebenrechtler nimmt zu – und kaum jemand weiß es

 Vor einigen Tagen haben wir Ihnen von unserem neuen Buch berichtet:

„Antifa marschiert – Linke Gewalt gegen Lebensrechtler"


Viele unserer Unterstützer – und darunter auch viele, die unsere Aktion SOS Leben noch gar nicht kannten – haben es bereits bestellt. Denn das Thema lässt niemanden kalt, der das Lebensrecht der Ungeborenen ernst nimmt.

Herr von Gersdorff hat auf YouTube für das Buch geworben – und was dann geschah, hat uns selbst überrascht: eine wahre Bestellwelle! Menschen, die uns bis dahin nicht kannten, haben das Buch angefordert und sind damit zu Botschaftern unserer Sache geworden.

Und das zu Recht – denn wir müssen verstehen, wer die Feinde des Lebens sind.

Diese Feinde werden immer gewalttätiger. Warum? Weil ihnen die Argumente ausgehen. Die Wahrheit über das ungeborene Leben setzt sich durch – auch und vor allem dank Ihres Engagements, das dazu beiträgt, die Ungeborenen immer sichtbarer zu machen.

Doch die Lage ist ernst: Neue Studien – etwa der „Lageplan Linksextremismus" des Landesinnenministeriums NRW – belegen, dass linke Gewalt nicht nur zunimmt, sondern zunehmend als ideologische Waffe eingesetzt wird. Die Radikalisierung der Szene zeigt sich besonders darin, dass Lebensrechtler immer häufiger als „totale Feinde" betrachtet werden, die bekämpft oder ausgeschaltet werden müssten.

Heute ist in Deutschland kaum noch etwas sicher: keine Straßenaktion, kein Vortrag – nicht einmal Immobilien von Lebensrechtlern bleiben vor linksextremistischer Gewalt verschont. Wenn diese Entwicklung weitergeht, wird es bald immer schwieriger werden, sich öffentlich für die ungeborenen Kinder einzusetzen.

Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen erfahren, was wirklich geschieht. Wir müssen gemeinsam eine breite Welle der Empörung auslösen – zur Aufklärung und zur Selbstverteidigung.

Falls Sie das Buch noch nicht bestellt haben, bitte ich Sie herzlich: Tun Sie es jetzt.

👉 Bestellen Sie Ihr Exemplar hier:

 https://lp.aktionsosleben.de/sosem008-buch-sos-leben-antifa-lp

Je mehr Menschen dieses Buch lesen und weitergeben, desto schwieriger wird es für die Gegner des Lebens, im Verborgenen zu agieren. Licht ist die beste Antwort auf Gewalt und Einschüchterung.


Dienstag, 6. Februar 2024

Grundrechte gelten auch für das Lebensrecht

 

Gebetsaktion „40 Tage für das Leben“ in Frankfurt im Februar 2020 

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) beabsichtigt Bannmeilen gegen Personen zu errichten, Die sich in der Öffentlichkeit für das Rchte auf Leben der ungeborenen Kinder einsetzen. Dieses Ansinnen ist aus zwei Gründen ungeheuerlich:

Erstens: Es ist ein Skandal, dass deutsche Staatsvertreter versuchen, die Grundrechte einer Gruppe von Bürgern - hier der Lebensrechtler - zu beschneiden. Es geht hier konkret um die Verssammlungs-, Meinungs- und Religionsfreiheit von Lebensrechtlern.

Dabei verwendet Bundesministerin Paus eine aggressive Sprache und versucht, Menschen, die sich für das Lebensrecht von ungeborenen Kindern einsetzen, zu dämonisieren.

Zweiens: Eigentlich müsste der deutsche Staat nach dem Grundgesetzt die ungeborenen Kinder, also die schwächsten und schutzlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft beschützen. Stattdessen verfolgen diese Staatsvertreter gerade diejenigen, die die ungeborenen Kinder schützen wollen!

Aus diesen Erwägungen heraus hat die Aktion SOS LEBEN folgende Protestnote an die Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag geschickt:

„Die Parteien im Deutschen Bundestag müssen die von Bundesfamilienministerin angestrebte Novelle des Schwangerschaftskonfliktgesetzes ablehnen, insbesondere die Einrichtung von Bannmeilen oder andere Formen der Beschränkung oder Einschüchterung von Personen, die sich für das Recht auf Leben von ungeborenen Kindern einsetzen.

Der Deutsche Bundestag möge ebenfalls die Bundesregierung daran erinnern, dass sie verfassungsrechtlich verpflichtet ist, für de Schutz des Lebens von ungeborenen Kindern zu sorgen.“

Mit freundlichen Grüßen

AKTION SOS LEBEN

Mittwoch, 9. Juni 2021

Massive Medienkampagne gegen Lebensrecht

Pilar Herzogin von Oldenburg

(SOS LEBEN 08.06.2021)  Gegenwärtig lassen viele Massenmedien keine Gelegenheit aus, um gegen das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder zu agitieren.


 * „Stern“: Ein Großteil der Ausgabe vom 2. Juni 2021 ist dem „Kampf für das Recht auf Abtreibung“ gewidmet. Das Deckblatt imitiert die Aktion „Ich habe abgetrieben“ aus dem Jahr 1971.

* Der Spiegel veröffentlicht in der Ausgabe vom 5. Juni 2021 ein langes Interview mit der Überschrift „Liebe junge Frauen: Das Recht auf Abtreibung ist nicht gesichert“.




* Besonders grausam, widerlich und gemein ist RTL am 5. Juni 2021 mit der Überschrift: „Das war kein Kind, das war eine befruchtete Zelle“.




* Deutschlandfunk Kultur empörte sich am 3. Juni 2021 in „Noch immer sind Abtreibungen rechtswidrig“.


Das sind nur ein par Beispiele von vielen.

Sie sehen selbst: Viele Massenmedien werben für die völlige Entrechtung der ungeborenen Kinder.

Das ist nichts anderes als Wahlwerbung für die Grünen, jene Partei, die aus Deutschland den totalen Abtreibungsstaat machen will.

Unterstützen Sie das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.


Dienstag, 19. Mai 2020

Ein Kind ist...






Es ist ein Wunder – sagt das Herz.
Es ist eine große Verantwortung – sagt die Vernunft.
Es ist sehr viel Sorge – sagt die Angst.
Es ist ein Geschenk Gottes – sagt der Glaube.
Es ist  unser größtes Glück – sagt die Liebe

Aus Irland
Quelle: Lebe Zeitschrift der Bewegung für das Leben – Südtirol
Ausgabe 136 – Januar-März 2018

Dienstag, 31. Oktober 2017

„Die Botschaft des Lebens ist unerträglich“

 
Teilenehmer der Gebetsaktion „40 Tage für das Leben“ in Frankfurt
Wer gegen die „Un-Kultur des Todes“ Widerstand leistet, hat es nicht einfach. Die Botschaft des Lebens wird als unerträglicher Skandal verstanden und dementsprechend brutal ist die Maschinerie, die sich in Bewegung setzt, um diese Botschaft zum Verstummen zu bringen, sie auszugrenzen, zu diskriminieren, zu eliminieren. „Du nervst!“ Das hört der Lebensrechtler immer wieder. Es ist der Zuruf desjenigen, der die Botschaft des Lebens gesellschaftlich entsorgen will. Es ist auch der grausame Zuruf, der die ungeborenen Kinder in den Tod schickt.

(„Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)

Donnerstag, 27. April 2017

Lebensrecht der Ungeborenen muss Thema im Wahlkampf sein




Liebe Freundin, lieber Freund des Ungeborenen Lebens,

Jedes Jahr werden – rein nach der offiziellen Statistik – ca. 100.000 ungeborene Kinder getötet.

Somit ist Abtreibung die Todesursache Nummer 1 in Deutschland.

Angesichts dieser Tatsache ist es ein Skandal, dass viele Politiker die Augen vor diesem Massaker schließen.

Vor allem darf ein Politiker, der sich (theoretisch zumindest) das christliche Menschenbild zum Leitbild nimmt, nicht passiv bleiben.

Die C-Politiker müssen diesen systematischen Rechtsbruch endlich offensiv angehen – vor allem im nun beginnenden Wahlkampf für die Bundestagswahl.

Deshalb bitte ich Sie, heute noch an dieser Befragung der CDU zum Regierungsprogramm der CDU zur Bundestagswahl
Bitte folgen Sie diesem Link und teilen Sie der CDU mit, was Sie vor ihr erwarten:


Diese Befragung der Bürger endet am 28. April 2017!

Das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder gehört auf den ersten Platz im Wahlkampf für den Bundestag!

Unsere Textvorschläge für Ihre Mitteilung an die CDU (jeder darf natürlich frei sein Text redigieren):

1. Die Europäische Abtreibungslobby versucht immer stärker, die Institutionen der Europäischen Union für die Durchsetzung eines "Rechts auf Abtreibung" und ähnlicher Projekte zu missbrauchen. Die CDU-Politiker müssen sich dem entschieden widersetzen und die deutsche Rechtslage, nach der Abtreibung rechtswidrig ist, verteidigen. 

2. Immer "effizientere" Technologien führen dazu, "weniger perfekte" Kinder mit Behinderungen im Mutterleib zu erkennen und zu töten. Die Abtreibungen, die heute anhand der sog. "medizinischen Indikation" erfolgen, müssen verboten werden. Ich bitte der CDU, sich für ein solches Verbot einzusetzen.

3. Die sog. Spätabtreibungen, also die Abtreibungen bis kurz vor der natürlichen Geburt, sind besonders grausam und eine Schande für unser Land. Es ist absolut notwendig, dass diese verboten werden. Ich bitte der CDU, sich für ein solches Verbot einzusetzen.

4. Viele Frauen wissen gar nicht, was eine Abtreibung wirklich bedeutet. Bei der Schwangerschaftskonfliktberatung sollten Ultraschalluntersuchungen zum Standardprogramm gehören. Es gibt viele Zeugnisse von Müttern, die sich für das Kind und gegen eine Abtreibung entschieden haben, nachdem sie eine Ultraschall-Aufnahme des Ungeborenen gesehen haben. Die CDU soll sich dafür einsetzen, dass die Ultraschalluntersuchung bei den Beratungen zur Pflicht wird.

5. Die CDU muss endlich erkennen: Die Liberalisierung des § 218 StGB war ein Dammbruch, der Millionen von Menschenleben gefordert hat. Abtreibung ist Tötung unschuldiger Menschen und muss deshalb aufhören. Ich bitte die CDU, sich auf dieser Weise in der Öffentlichkeit zu positionieren.

Der Respekt für das Recht auf Leben in einer Gesellschaft entscheidet über die Zukunft unserer Zivilisation: Das allen Menschen zu vermitteln, muss unser Ziel sein.

Gemeinsam können wir das schaffen!

Es liegt an uns, dass die Stimme der Ungeborenen lautstark ist und von allen wahrgenommen wird.

Nutzen wir die CDU-Bürgerbefragung dazu.

Helfen Sie uns bitte auch, die Botschaft des Lebens an viele Menschen weiter zu geben.


Helfen Sie uns, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die ungeborenen Kinder als Geschenk Gottes angenommen werden.


Freitag, 17. Februar 2017

Der Schutz des Lebens ist unteilbar


Zwischen der Achtung vor dem Leben des Menschen am Anfang seiner Entwicklung und dem Verhalten gegenüber behinderten und alten Menschen besteht ein Zusammenhang. Wird das Recht auf Leben bestimmter Menschen geleugnet, gerät der gesamte Lebensschutz ins Wanken. Nach der „Liberalisierung“ der Abtreibungsgesetze wird jetzt auch zunehmend die Forderung nach „aktiver Sterbehilfe“ laut. 

Erste Auswirkungen der neuen Euthanasiedebatte sind schon sichtbar. Auf der Jahrestagung 1990 der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin wurde die Befürchtung geäußert, dass es zu einer starken Zunahme unnatürlicher Todesfälle bei alten Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern kommen werde. 
Schon jetzt steige die Zahl der Todesfälle, bei denen Patienten offenbar durch eine Überdosis an Psychopharmaka oder Herzmittel vergiftet worden seien!
Wenn die Achtung vor dem Lebensrecht des anderen nicht gänzlich schwinden soll, dann muss jede Beeinträchtigung - in welcher Phase der Entwicklung sie auch stattfindet - konsequent bekämpft werden. Der Schutz des Lebens ist unteilbar. 

(Aus „Abtreibung in der Diskussion“, Rainer Beckmann u.a., SINUS-Verlag, Krefeld, 1991)


Sonntag, 6. Dezember 2015

Wertschätzung der Mutterschaft erhöhen

Wer gegen die Abtreibung ist, sollte nicht nur seine Arbeit auf das Lebensrecht des ungeborenen Kindes fokussieren, sondern zumindest implizit auch die Wertschätzung der Mutterschaft in unserer Gesellschaft zu erhöhen versuchen. Auf diese Weise bekämpft
man die psychologische Kriegsführung der Abtreibungslobby der letzten Jahrzehnte, die in den Frauen tiefe Ängste und Verunsicherungen geschaffen hat. Diese sind erhebliche Hindernisse für eine fröhliche Annahme des Kindes im Mutterleib und für das Eingehen einer festen Ehebeziehung.

 („Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)

Samstag, 28. November 2015

Unveräußerliches Menschenrecht


Die klare Stimme, mit der die Kirche Er das schwache, wehrlose Kind eintritt, darf nicht ungehört verhallen; es ist die Stimme des Kindes selber, das Gott "im Schoß der Mutter gewoben" hat, wie der Psalmist sagt (vgl. Ps 139,3). Niemand darf diesen Schoß auf unmoralische Weise verletzen; wer dies tut verletzt den Schoß der Familie selber, der natürlichen ebenso wie der Völkerfamilie und der Menschheitsfamilie. ...
Das Lebensrecht des ungeborenen Menschen gehört zu den unveräußerlichen Menschenrechten ...


Ansprache Johannes Paul II. auf Schloss Vaduz, Liechtenstein 8.9.85

Donnerstag, 20. August 2015

Ungeborene sind besonders schutzwürdig


Die Kirche muß auch heute mit Nachdruck, Klarheit und Geduld eintreten für das Lebensrecht aller Menschen, vor allem der noch ungeborenen und deshalb besonders schutzbedürftigen Kinder; sie muß eintreten für die uneingeschränkte Geltung des 5. Gebotes: "Du sollst nicht töten!" Entgegen aller Wortkosmetik und Reflexionsverweigerung ahnen doch wohl die allermeisten: Abtreibung ist bewußte Tötung von unschuldigen Menschenleben. ... Keine Friedensbewegung verdient doch diesen Namen, wenn sie nicht mit gleicher Kraft den Krieg gegen das ungeborene Leben anprangert und dagegen anzugehen versucht. Keine ökologische Bewegung kann ernst genommen werden, wenn sie an der Mißhandlung und Vernichtung ungezählter lebensfähiger Kinder im Mutterschoß vorbeisieht. Keine emanzipierte Frau dürfte sich über ihre vermehrte Selbstbestimmung freuen, wenn diese erreicht worden wäre gegen ein menschliches Leben, das ihrem Schutz anvertraut war und auch bereits ein recht auf Selbstbestimmung besaß.
Ansprache Johannes Paul II. in Münster am 1.5.1987

Freitag, 22. Mai 2015

Jede dem Leben zugefügte Verletzung verursacht irreparable Schäden für den Frieden



Wer den Wert des menschlichen Lebens nicht ausreichend würdigt und folglich zum Beispiel die Liberalisierung der Abtreibung unterstützt, macht sich vielleicht nicht klar, dass auf diese Weise die Verfolgung eines illusorischen Friedens vorgeschlagen wird.
Die Flucht vor der Verantwortung, die den Menschen entwürdigt, und noch mehr die Tötung eines wehrlosen, unschuldigen Wesens, können niemals Glück oder Frieden schaffen.Wie kann man denn meinen, den Frieden, die ganzheitliche Entwicklung der Völker oder selbst den Umweltschutz zu verwirklichen, ohne dass das Recht der Schwächsten auf Leben – angefangen bei den Ungeborenen – geschützt wird? Jede dem Leben zugefügte Verletzung, besonders an dessen Beginn, verursacht unweigerlich irreparable Schäden für die Entwicklung, den Frieden und die Umwelt.

(Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag 2013)

Freitag, 1. Mai 2015

Das Leben ist heilig in all seine Phasen

 
Liebe Freunde im Arztberuf, ihr, die ihr dazu berufen seid, euch des menschlichen Lebens in seiner Anfangsphase anzunehmen, mögt jeden in Wort und Tat daran erinnern, dass dieses Leben in all seinen Phasen und in jedem Alter heilig ist und immer Qualität besitzt. Und nicht aus Gründen des Glaubens - nein, nein! -, sondern aus Gründen der Vernunft, aufgrund eines wissenschaftlichen Diskurses! Kein menschliches Leben ist heiliger als ein anderes, so wie es kein menschliches Leben gibt, das qualitativ bedeutsamer ist als ein anderes. 

(Papst Franziskus an kath. Gynäkologen)


Samstag, 7. März 2015

„Es gilt eine Kultur des Lebens zu schaffen.“


Solidarisch für das Leben - Gedanken zum Tag des Lebens in Italien, 
von Bischof Dr. IVO MUSER, Bozen

Den „Tag des Lebens“, der auch heuer wieder am ersten Sonntag im Februar (1. Februar 2015) begangen wird, hat die Italienische Bischofskonferenz unter das Leitwort gestellt: „Solidarisch für das Leben“.

Bischof Dr. Ivo Muser, Bozen
Gott ist ein Freund des Lebens. Diese Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Heilsgeschichte des A[ten und des Neuen Testaments. Er ist der Schöpfer, der das Leben will und fördert. Er ist der Grund des Lebens. Und in der Menschwerdung Jesu, die für uns Christen der Höhepunkt dieser Lebens- und Heilsgeschichte ist, bekennt Gott sich so sehr zum Menschen, dass er einer von uns wird. Er nimmt menschliches Leben an, er teilt menschliches Leben mit uns bis in den Abgrund des Kreuzes und er schenkt unserem menschlichen Leben Ewigkeitswert.

Deswegen muss es das Bestreben und das Bemühen einer jeden Christin und eines jeden Christen sein, diese Botschaft zu bezeugen und beizutragen zu einem umfassenden Schutz des Lebens in all seinen Phasen. In Jesus ist Gott selber solidarisch für das Leben. Wer sich für das Leben in all seinen Formen entscheidet und einsetzt, ahmt Gott selber nach.

Das Leben ist für die Kirche ein nicht verhandelbarer Wert. Seit ihren Anfängen tritt sie für die Würde und für die Heiligkeit des Lebens ein.

Es gilt eine Kultur des Lebens zu schaffen und eine Wertehierarchie auf- und auszubauen, die ein offenes und einsatzfreudiges JA zum Leben fördert und dessen Schutz gewährleistet.

Ich danke allen, die mutig und entschieden immer dem Leben den Vorzug geben: im Reden, im Tun, in der eigenen

Lebenseinstellung und Lebensführung, in der konkreten Hilfe allen gegenüber, die schwer tragen an der Last ihres Lebens und die sich nur dann für das Leben entscheiden können, wenn sie unterstützt und begleitet werden.

Wer sich für das Leben des Menschen entscheidet - von seiner Empfängnis bis zu seinem Tod legt ein Glaubensbekenntnis ab und dient der ganzen menschlichen Gesellschaft.

(aus LEBE Januar/März 2015, Meran)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Erfolgreich?

Die Linksradikalen sehen den Kampf gegen die Abtreibung innerhalb eines sehr breiten ideologischen und kulturellen Kampfes. Wenn sie behaupten, die Lebensrechtler wollten die Frauen „zu Gebärmaschinen degradieren und ihnen das Recht auf eigene Bedürfnisse, Überzeugungen und ein selbstbestimmtes Leben absprechen“, erkennen sie durchaus, dass sich das Lebensrecht in einer defensiven Position befindet und nicht unbedingt den Mut besitzt, das Abtreibungsproblem in seiner ganzen Breite anzugreifen. Denn in der Tat ist es so, dass die Abtreibung durch die modernen Ansichten über die Frau und die Geschlechterrollen begünstigt wird. Nur Frauen, die ein vielfältiges Leben führen, beruflich tätig und finanziell unabhängig sind, sprich, nicht von ihren Männern ernährt werden, gelten als erfolgreich.

(„Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)

Dienstag, 18. November 2014

KIND NACH VERGEWALTIGUNG

"Gut, dass du mich bekommen hast, Mama!"

Von HENDRIK PUSCH

KÖLN – Sie liebt ihren Sohn über alles. Monika L. (37) geht mit Marlon (11; Namen geändert) in den Zoo und auf den Spielplatz. Sie hilft bei den Schularbeiten. Alles, was Mutter und Kind so machen. Doch Marlons Vater ist ein Verbrecher, ein Vergewaltiger, der nie geschnappt wurde.

Monika L. mit dem Foto ihres neugeborenen Sohnes. 
Nachdem sie vergewaltigt wurde, 
brachte sie das Kind zur Welt. 
„Ich habe nie an eine Abtreibung gedacht“, sagt sie.
Foto: Udo Gottschalk
Schwanger von einem Vergewaltiger. Ein gesellschaftliches Tabuthema. Doch Monika L. will nicht länger schweigen. „Ich möchte Frauen, die das Gleiche wie ich erlebt haben, Mut machen, zu ihrem Kind zu stehen“, sagt sie.
Rückblende, Oktober 2002: Monika L. wollte abends eine Galerie in Köln besuchen, draußen war es schon dunkel. Vorher wollte sie noch schnell auf die öffentliche Toilette. Und dort geschah es.
Ein Sex-Täter überfiel Monika L., vergewaltigte sie und verschwand. Unter Schock lief die junge Frau nach Hause. Zur Polizei ging sie nicht.
„Ich wollte das alles nur vergessen, habe alles verdrängt.“ Bis heute kann sie sich nur in Bruchstücken an den brutalen Überfall erinnern.
Ein paar Wochen nach dem Verbrechen spürte sie Schmerzen im Unterleib, ging zum Frauenarzt. Ein paar Tests, dann war klar: Monika war schwanger. Sie war zu dieser Zeit Single, der Vater konnte nur der Vergewaltiger sein. Erst jetzt erstattete sie Anzeige. Doch die Ermittler haben den Täter nie gefunden.
Was blieb, war ein Bauch, der immer größer wurde. Eine emotionale Ausnahmesituation. Sollte sie das Kind behalten, das Kind von einem Sex-Täter? „Ich habe nie wirklich an eine Abtreibung gedacht“, sagt Monika L. heute. Auch mehrere Menschen aus ihrem Umfeld hätten sie unterstützt, das Kind zu bekommen. Immer habe sie sich gesagt: „Das Baby kann doch nichts dafür.“
Gleichwohl ging es ihr in der Schwangerschaft sehr schlecht. „Ich war depressiv, konnte mich gar nicht auf das Kind freuen“, erzählt sie dem EXPRESS.
Ihr Sohn kam per Kaiserschnitt zur Welt, vier Wochen zu früh. „Als ich ihn sah, war ich hin und weg, der Kleine war so süß“, sagt sie.
Doch die Erinnerung an die Vergewaltigung kommt immer wieder hoch. „Ich habe Trauma-Therapien gemacht, bin immer noch in psychologischer Behandlung.“ Wenn Monika L. an dunklen Unterführungen vorbeikommt, bekommt sie Panik, Herzrasen. Doch sie will stark sein. Für sich und für ihren Sohn.
Marlon, heute elf, hat erst im vergangenen Jahr die ganze Geschichte erfahren, eine Therapeutin war dabei. Er weinte, sagte dann aber zu seiner Mutter Monika: „Gut, dass du mich bekommen hast, Mama.“

Wer bezahlt den Unterhalt?

2013 wurden 7408 Vergewaltigungen in Deutschland angezeigt. Davon 1850 in NRW. In Köln wurden 198 Fälle gezählt, in Düsseldorf 108 und in Bonn 66.
Doch was, wenn eine Frau schwanger von einem Vergewaltiger wird? Laut § 218a ist dann eine Abtreibung bis zum dritten Monat erlaubt. Es gibt keine Zahlen darüber, wie viele Frauen das betrifft.
Klar ist: Mütter von Kindern eines Vergewaltigers, der nicht gefasst wurde, können Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. „Der gilt allerdings nur für sechs Jahre“, sagt Familienrechtlerin Sabine Willutzki. Wenn das Kind das zwölfte Lebensjahr erreicht hat, besteht kein Anspruch mehr.
Danach hat die Mutter die Möglichkeit, beim zuständigen Landschaftsverband Opferentschädigung zu beantragen.
Wurde der Vergewaltiger ermittelt, muss er den Unterhalt für das Kind zahlen.

„Man muss das Kind und die Tat trennen“

Schwanger nach einer Vergewaltigung: Das ungeborene Kind werde zu einem ständigen Auslöser für die traumatische Erfahrung, sagt Psychiater Karl Heinz Brisch. „Dazu gehören neben Affekten von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Scham und pathologischen Schuldgefühlen auch mörderische Wut.“

Trotzdem entscheiden sich nicht wenige vergewaltigte Frauen für das Kind. Diplom-Psychologin Susanne Heynen: „Die Schwangerschaft löst einen Perspektivwechsel aus. In den Vordergrund rückt die Verantwortung, die die Frau durch die Schwangerschaft gegenüber dem Kind annimmt.“
So sieht es auch Familientherapeutin Elke Eyckmanns:„Die Schwierigkeit besteht darin, das Augenmerk komplett auf das Kind zu legen. Im Entscheidungsprozess, ob man abtreibt oder nicht, befinden sich betroffene Frauen meist in einer Phase, in der die Tat noch allgegenwärtig ist. Hier muss der Frau bewusstwerden, dass sie sich für das Kind entscheidet, unabhängig von der Tat und dem Täter.“
Auch für das Kind ist es keine einfache Situation, wenn es erfährt, dass es durch eine Vergewaltigung entstanden ist.
Elke Eyckmanns: „Das Kind muss auch beim Heranwachsen immer wieder damit umgehen, dass ein Teil von ihm nicht gewollt ist. Bei einer liebenden Mutter, die ihre Wut und negativen Gefühle gegenüber dem Vergewaltiger nicht auf ihr Kind projiziert, kann das Akzeptieren der Situation gelingen. Davor muss man großen Respekt haben.“


Quelle:



Mittwoch, 4. Juni 2014

Widerspruch


Wir schützen heute die Natur,
die Bäume, Schweine, Kröten:
man soll die arme Kreatur
nicht quälen und nicht töten!
Kindern im Werden gilt das nicht;
was einem unwert, schützt man nicht.

Man will „es“ nicht, man „macht es weg“,
sagt: „aus sozialen Gründen“.
Ein Playboy nennt 'nen andern Zweck:
„Mein Schatz, lass es verschwinden!
Dann stört es uns doch weiter nicht!“
Nein, „das“ im Dunkeln liebt er nicht.

Dreihunderttausend jedes Jahr,
die nicht das Licht erblicken
und die wir lieber kurzerhand
in Abfall-Eimer schicken.
Ja, glaubt ihr's oder glaubt ihr's nicht?
Dreihunderttausend zählen nicht!

Einst schreckte uns der „Holocaust“,
sein schlimmes Wahnsinnstöten!
Wie kommt es, dass uns jetzt nicht graust?
Was lässt uns nicht erröten?
Nein, dieses Morden stört uns nicht,
denn Ungebor'ne zählen nicht.

Nur einer zählt sie liebevoll,
und der lässt sich nicht spotten;
er will es nicht, er lässt nicht zu,
dass wir die Welt entgotten.
Beizeiten hält er sein Gericht
- wir allesamt entgeh'n ihm nicht.

G. Siedenschnur

Samstag, 31. Mai 2014

Eine menschliche Gesellschaft


„Heute stehen erneut Grundwerte des Menschseins zur Debatte, in denen es um die Würde des Menschen als Menschen geht. Hier sieht die Kirche über den Raum ihres Glaubens hinaus eine Pflicht, im Ganzen unserer Gesellschaft für die Wahrheiten und Werte einzutreten, bei denen die Menschenwürde als solche auf dem Spiel steht. 
So kommt uns – um einen besonders wichtigen Punkt anzusprechen – keinerlei Urteil darüber zu, ob ein Individuum „schon Mensch“ oder „noch Mensch“ ist - und ebenso wenig steht uns zu, den Menschen zu manipulieren und sozusagen machen zu wollen.
Eine Gesellschaft ist nur dann wahrhaft menschlich, wenn sie die Würde jeder Person von der Zeugung bis zum natürlichen Tod respektiert und uneingeschränkt schützt.“

(Aus der Ansprache des Papstes bei der Akkreditierung des neuen Botschafters der Bundesrepublik Deutschland im Vatikan, Reinhard Schweppe am 8. November 2011)

Freitag, 30. Mai 2014

Liebe macht Klug - Rezension

Liebe macht klug

Rezension zu
Anne-Ev Ustorf: „Allererste Liebe. Wie Babys Glück und Gesundheit lernen“, Klett-Cotta, Stuttgart 2012, 208 Seiten

Feinfühlige Zuwendung ist die beste 
Frühförderung fürs Leben. (AP)
Zuwendung ist das beste Rüstzeug für die kindliche Entwicklung. Das bestätigen Studien, die die Wissenschaftsjournalistin Anne-Ev Ustorf in ihrem Buch "Allererste Liebe" aus Bindungsforschung, Psychoanalyse und Hirnforschung zusammengetragen hat.
Ausschlaggebend für eine gute Entwicklung ist die Bindung. Bindung beginnt schon im Mutterleib, und damit beginnt auch das Buch. Was die Mutter fühlt, überträgt sich auf das ungeborene Kind, ihre schönen Gefühle wie auch ihr Stress. Depressive Mütter reichen ihre Depression über die Nabelschnur weiter, indem sie die Aktivitäten der Stresshormone des Kindes programmieren. Das schlimmste Leid, das in dieser Zeit dem Kind zugefügt werden kann, ist aber, es gar nicht zur Kenntnis zu nehmen. Verleugnung der Schwangerschaft bringt die größten Geburtsrisiken mit sich.
In den ersten Lebensjahren, Kapitel 2 des Buches, lernt das Kind vor allem, seine Gefühlszustände zu erkennen und zu regulieren. Die Mutter deutet die Zeichen seiner Wohl- und Unwohlgefühle und handelt danach. In der emotionalen Kommunikation mit ihr lernt das Kind auch, dass andere Menschen andere Gefühlszustände haben als es selbst, was für das Baby anfangs keine Selbstverständlichkeit ist. 
Alles, was hierzu die Bindungsforschung zu sagen hat, präsentiert Anne-Ev Ustorf nicht mit dem Druck, nun die beste aller Mütter (oder Väter) zu sein. Zu gut zu sein, kann schaden, weil das Kind auch lernen muss, dass seine Bedürfnisse von den Eltern verfehlt oder frustriert werden, und man dennoch wieder zueinander findet. Das gilt auch für die Frage, ob man selbst immer für das Kind da ist oder es in die Krippe gibt. Ustorf fasst in einem Kapitel Forschungen zu dieser Frage zusammen und sagt: Das Wichtigste ist ein von sozialen und psychischen Problemen einigermaßen unbelastetes Familienleben.
Ein langes Kapitel widmet sie den schädlichen Folgen misslungener Bindung für das weitere Leben. Nicht nur früher Verlust, extreme Vernachlässigung und sexueller oder körperlicher Missbrauch, auch psychische Störungen der Eltern können die Entwicklung beeinträchtigen. Zum Beispiel, wenn depressive Mütter ihre Babys seltener anschauen und berühren und weniger mit ihnen reden und spielen. Dann kann sich ein Muster des Rückzugs beim Kind herausbilden, mit dem es für den Rest des Lebens an seine Beziehungen herangeht. Aber, so Ustorf, ein Umlernen ist auch als Erwachsener möglich, vor allem durch heilsame Partnerschaften oder Psychotherapie.
Und auch Baby-Englisch-Kursen und Musik-Kindergärten setzt sie etwas entgegen: Liebe macht klug. Das Buch macht es auch. Es ist fundiert und gut geschrieben, jeder Satz verständlich. Man liest es und atmet durch nach dem Satz: "Es ist an der Zeit, mehr Unbeschwertheit und weniger Druck in das Leben mit Kindern einziehen zu lassen.” Anne-Ev Ustorf fordert genau dazu auf. Und das macht das Buch für Eltern, die sich selbst viel zu sehr unter Druck setzen, die alles richtig machen wollen, lesenswert. 

Besprochen von Ulfried Geuter

Anne-Ev Ustorf: Allererste Liebe. Wie Babys Glück und Gesundheit lernen
Klett-Cotta, Stuttgart 2012
208 Seiten, 18,95 Euro

Quelle: http://www.deutschlandradiokultur.de/liebe-macht-klug.950.de.html?dram:article_id=224473



Anne-Ev Ustorf ist 1974 in Hamburg geboren. Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der University of York (B.A.) und am Courtauld Institute of Art der University of London (M.A.) in England. Während eines kurzen Ausflugs in die PR entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben und volontierte anschließend bei einer Hamburger Zeitschrift. Seit 2003 ist sie als freie Autorin mit den Schwerpunkten Psychologie, Bildung und Gesellschaft für verschiedene Print-Magazine und überregionale Tageszeitungen tätig. Außerdem schreibt sie Sachbücher: Im August 2008 erschien ihr Bestseller "Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs" (Herder Verlag), im Herbst 2012 das Sachbuch "Allererste Liebe: Wie Babys Glück und Gesundheit lernen" bei Klett-Cotta. Sie ist Dozentin für Journalistik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg und lebt mit ihrer Familie in der Hansestadt.


Quelle:  http://ustorf.de/?MAIN_ID=5