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Sonntag, 18. August 2019

Abtreibung als Mittel der Verhütung

Bischof Algermissen, Fulda
Als Mann der Kirche muss ich das zur Sprache bringen. Das Gesetz, vor zehn Jahren vom Bundestag beschlossen, hat sein Ziel, das menschliche Leben an seinem Anfang besser zu schützen, verfehlt. Die Zahl der Abtreibungen liegt nach wie vor bei 130 000. Fatalerweise hat sich durch die Formulierung „rechtswidrig“, aber „straffrei“ der Irrglaube durchgesetzt, dass Abtreibung sozusagen ein legales Mittel der Schwangerschaftsverhütung sei. Auch wenn der neue Bundestag kaum die Kraft haben wird, etwas zu ändern, möchte ich die Politiker doch daran erinnern, dass vor zehn Jahren mitbeschlossen wurde, nach geraumer Zeit die Regelung zu überprüfen und notfalls zu korrigieren. Diesen Notfall haben wir.
(Bischof Algermissen, 2005)


Montag, 30. November 2015

Ethisch defizitäre Lebensweise

Es entspricht der Würde des Menschen und dieser ist im Blick auf seine Befähigung gefordert, dass er sich NICHT mit Präparaten (die sog. „Pille“ ist kein Medikament im therapeutischen Sinne) behilft, wenn er mit Einsatz seiner persönlichen Kräfte das Leben steuern kann. Er lebt ethisch defizitär, wenn er künstliche Mittel einsetzt, wo er seine geistigen Kräfte mobilisieren soll. 

(Dr. Elmar Fischer, Bischof em.)

Mittwoch, 22. Juli 2015

Verkauf der "Pille Danach" steigt rasant


(idea) – Die sogenannte „Pille danach“ wird seit der Entlassung aus der Rezeptpflicht deutlich häufiger verkauft. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts IMS Health (Frankfurt am Main) ergeben. 

Seit Mitte März ist das Hormonpräparat in deutschen Apotheken ohne Rezept erhältlich. In allen Bundesländern sind die Verkäufe seither gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Am stärksten erhöhte sich die Abgabe des Präparats in Brandenburg (+79,3 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt (+74,4 Prozent) und Bremen (+67 Prozent). 

Die geringsten Anstiege verzeichneten Berlin (+26,7 Prozent) und Thüringen (+31,4 Prozent). Experten warnen vor einem sorglosen Umgang mit der „Pille danach“. So sind die Präparate nach Worten der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) keineswegs harmlos. Sie griffen massiv in den Hormonhaushalt ein. Nach Meinung der katholischen Ministerin und früheren Ärztin sollten insbesondere junge Frauen eine Beratung erhalten, wie sie vor der rezeptfreien Abgabe üblich gewesen sei. Als Nebenwirkungen könne es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Unterbauchschmerzen, Blutungen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch seien Zyklusstörungen nicht selten. Unter Lebensrechtlern ist die „Pille danach“ umstritten, weil sie auch frühabtreibend wirken könne. Sie wurde im vergangenen Jahr 510.000 Mal in Deutschland verordnet.


Kultur und Medien Online - Dienstag 21.07.2015

Donnerstag, 2. Juli 2015

Weltkriege und Zeitgeist


Die an Menschenleben verlustreichen Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts vermochten nicht die Bevölkerung in den hauptsächlich betroffenen Staaten derart zu reduzieren, wie der „Zeitgeist“ ab etwa 1970 die Abwärtsspirale durch Abtreibung und Verhütung zu Gange gebracht hat.
(Dr.med. Bernhard Gappmaier, Salzburg)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Gebrauch der Pille entspricht nicht der Würde des Menschen

Es entspricht der Würde des Menschen und dieser ist im Blick auf seine Befähigung gefordert, dass er sich nicht mit Präparaten (die sog. „Pille“ ist kein Medikament im therapeutischen Sinne) behilft, wenn er mit Einsatz seiner persönlichen Kräfte das Leben steuern kann. Er lebt ethisch defizitär, wenn er künstliche Mittel einsetzt, wo er seine geistigen Kräfte mobilisieren soll.
(Dr. Elmar Fischer, Bischof em.)


Montag, 4. Mai 2015

Das Jammern über die demographische Katastrophe

Im scharfen Kontrast zur Lebensfeindlichkeit steht das permanente Jammern unserer Politiker über die demographische Katastrophe. Skandalös seitens der Volksvertreter ist die Verweigerung, einen Zusammenhang zwischen der demographischen Situation und der Abtreibung zu sehen. Nicht nur, dass genau die Kinder fehlen, die abgetrieben werden. Allein das sollte Argument genug sein, um Maßnahmen gegen die Kindestötung vorzugehen. Doch ein Zusammenhang zwischen Demographie und Abtreibung besteht auch darin, dass die Abtreibungsgesetzgebung und die fast unwidersprochene Antilebenspolitik der Abtreibungslobby die Mentalitäten der Menschen verändern. Für viele ist es eben nicht mehr anstrebenswert, Kinder zu haben. Für immer mehr Menschen ist es auch nicht mehr selbstverständlich, dass ein gezeugtes Kind überhaupt zur Welt kommt. Selbstverständlich wird die Abtreibung für immer mehr Menschen zunehmend als Verhütungsmittel verwendet: Wenn man schwanger ist, überlegt man, ob man das Kind überhaupt haben will oder nicht. Eine Selbstverständlichkeit ist für viele gar nicht mehr gegeben.


Samstag, 2. Mai 2015

Ausschaltung des Schöpfers

Wird die schöpferische Funktion menschlicher Zweigeschlechtigkeit aus der innersten Beziehung der Ehegatten durch die zeitliche oder dauernde Sterilisation mit Pille, Spirale usw. beseitigt, so bedeutet dies gleichzeitig die Ausschaltung des Schöpfers.

 (Dr.med. Siegfried Ernst, 1988)