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Samstag, 19. Januar 2019

Der Traum vom perfekten Kind



Sandra Kegel
Wohin führt das Wissen über die Gesundheit des Embryos?
Immer häufiger kommt die Gentechnik in der vorgeburtlichen Diagnostik (PID) zum Einsatz. Und stellt Eltern vor riesige Konflikte: Das Wissen über die Gesundheit des ungeborenen Kindes wird zu einer Frage von Leben oder Tod.
Mithilfe des sogenannten Praena-Tests können heute schon
in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft
Körperzellen des ungeborenen Babys aus dem Blut
der Mutter rausgefiltert und auf Trisomien untersucht werden

Foto: Fotolia
Man sollte Fragen besser nicht stellen, deren Antworten man nicht erträgt. Eine schwangere Mutter hat sich deshalb bewusst gegen die Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik entschieden. Sie will weder eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, um Auskünfte über die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes einzuholen, noch an einem Bluttest teilnehmen, der Schwangeren neuerdings angeboten wird, um genetische Defekte am Embryo frühzeitig zu erkennen. Die Mutter würde das Kind auch bekommen, wenn es krank wäre, sagt sie, deshalb sei die Information für sie uninteressant. Jeder, der heutzutage ein Kind erwartet, muss diese schwerwiegende Entscheidung für sich treffen. Wie viel will, wie viel darf ich wissen über das Leben, das da im Bauch einer Mutter wächst? Denn seit die Gentechnik immer häufiger in der vorgeburtlichen Diagnostik zum Einsatz kommt, stehen Eltern vor riesigen Konflikten. Sie müssen nämlich Entscheidungen treffen, die sich früher gar nicht stellten. Da waren Frauen guter Hoffnung - guter Hoffnung eben, dass das Kind gesund sein möge.
Erst der Anfang
Der neue Bluttest, der Eltern heute für rund tausend Euro angeboten wird, erteilt Auskunft vor allem über Trisomie 21, also darüber, ob das Kind an Down Syndrom leiden wird. Schon früher wurde dies mittels einer Fruchtwasseruntersuchung geprüft. Doch weil der Eingriff eine gewisse Gefahr für das ungeborene Leben darstellte, schreckten viele davor zurück. Der neue Test, der nur das Blut der Mutter untersucht ist hingegen harmlos. Nur die Informationen, die er preisgibt, die haben es in sich. Denn das Wissen über die Gesundheit des ungeborenen Kindes kann schnell zu einer Frage von Leben oder Tod werden. Und der Traum vom perfekten Kind zum Albtraum.
Dabei machen sich viele Eltern nicht klar, dass die Diagnostik ihre Sorgen nicht löst, sondern auslöst. Denn genetische Abweichungen wie das Down Syndrom kann man nicht heilen. Deshalb geht es hier, wenn man tatsächlich einen Befund hat, vor allem um die Frage eines Schwangerschaftsabbruchs. Die Zahlen hierüber sind eindeutig: Einmal entdeckt, werden neunzig Prozent aller Föten mit Trisomie 21 abgetrieben. Vor dieser „Art Screening“ für das Down-Syndrom warnen deshalb die Humangenetiker.


Dokumentation auf DVD
DER TRAUM VOM PERFEKTEN KIND
Patrick Hünerfelds Dokumentation ist als DVD im Wissens-Verlag erschienen und kostet 14,95 Euro
Die Dokumentation, die vor einiger Zeit in der ARD-Reihe „die story“ zu sehen war, ist jetzt als DVD erschienen. Werdende Eltern kommen ebenso zu Wort wie Pränatalmediziner und Betroffene. Juliana Götze und ihre Kollegen vom integrativen Theater RambaZamba in Berlin zum Beispiel empfinden den neuen Bluttest als Angriff auf das Lebensrecht von Menschen. „Jeder ist normal ein Mensch“, sagt Juliana Götze, "und man fühlt sich auch wie ein normaler Mensch". Für die Regisseurin Giesela Höhne, die selbst einen Sohn mit Down Syndrom hat, ist dies eine der schlimmsten Situationen, die sie sich überhaupt vorstellen kann: "Dass gerade diese Menschen, die 50 freundlich und auch 50 offen anderen Menschen gegenüber sind, und so witzig, dass gerade die nicht mehr existieren sollen. Die Welt ist so viel ärmer ohne diese Menschen. Ich finde es wirklich eine richtige Tragödie, dass diese Menschen, ich sage es wirklich so: ausgerottet werden sollen.“

Quelle: „Lebe“ – Zeitschrift der Bewegung für das Leben – Meran, Südtirol, Ausgabe 122, März-April 2015, S. 18.

Link zur Video-dokumentation auf Youtube 

Bei Amazon für € 14,98 hier ansehen

Bild in https://www.praxisvita.de/der-traum-vom-perfekten-kind-3898.html

Mittwoch, 5. April 2017

Mutter eines Babys mit Zwergwuchs:

„Ich würde nichts ändern“

Voll froher Erwartung schauten Ashley Shirley und ihr Mann Ronnie aus auf die Geburt ihres vierten Kindes. Als Eltern von Dreien waren sie sehr froh, dass ein neues Familienmitglied kommen würde. Aber die Freude veränderte schnell in Angst als sie eine beunruhigende Nachricht vom Gynäkologen erhielten. Auf der 20-Wochen-Ultraschall-Aufnahme war zu sehen, dass etwas nicht mit dem Kind stimmte.

Eine nächste Ultraschall-Untersuchung in der 24. Woche bestätigte die Vermutung. Man stellte bei Baby Jocelyn fest dass es an Skeletdysplasie litt, im Volksmund „Zwergenwuchs“ genannt. Dies würde ein kompliziertes Leben für das Kind bedeuten.

Shirley erklärt: „Als Baby Jocelyn diese Diagnose erhielt, wurde uns erzählt, dass es keine tödliche Form war, weil ihr Brustkörper normal war, und man nichts beunruhigendes feststellen konnte“. Weiter erzählt Shirley: „Der Knochen des Wadenbeines war krumm, und die Länge ihrer Arme und Beine war vier Wochen hinter dem Rest des Körpers zurück. Das corpus callosum (Mittelstück des Gehirns) fehlte vollständig, und sie hatte Hydrocephalus (zu viel Wasser im Gehirn). Als man dies alles festgestellt hatte, schlug man uns eine Abtreibung vor.

Shirley sagte, dass ihr das Herz brach. Für sie und ihren Mann war Abtreibung nämlich nie eine Option gewesen, die sie in Erwägung ziehen wollten. Das Paar vertraute auf Gott, aber als die Wochen vergingen, gab es immer mehr beunruhigende Feststellungen auf den Utraschallbildern.

„Ihr Brustkörper wuchs nicht mehr mit dem Rest des Körpers mit“, sagte Shirley. „Ihr Herz nahm mehr als die Hälfte des Brustkorbes ein, wodurch ihre Lungen kaum Platz hatten um zu wachsen und sich zu entwickeln. Es war zu dem Zeitpunkt, dass die Ärzte uns sagten, dass sie womöglich tot zur Welt kommen würde.“

Trotz aller unheilvollen Berichte blieb Shirley hoffnungsvoll: Jede Woche aufs Neue stellte sie den Ärzten die gleiche Frage: wie war es um die Lungen des Babys bestellt? Jede Woche erhielt sie die gleiche Antwort der Ärzte: sie wussten es nicht, aber es sah nicht gut aus. „Oft saß ich nur da und starrte vor mich hin“, sagt Shirley. „Ich wollte beten, aber ich bekam kein Gebet über meine Lippen. Ich konnte sogar meine Bibel nicht mehr öffnen. Ich war emotionell und mental erschöpft.“ Der Gedanke, dass ihr Kind tot zur Welt kommen würde, ließ das Paar den Rest der Schwangerschaft nicht mehr los. Dann mieteten sie eine Fotografin um — so dachten sie — wenigstens einige Fotos von Baby Jocelyn zu machen. Aber an ihrem Geburtstag am 7. Juli überraschte Jocelyn alle.


Der Neonatologe sagte: „Ich erwartete, ein krankes und anormales Kind zur Welt zu bringen, aber sie schien völlig normal.“ Es war wissenschaftlich unmöglich zu erklären.

Shirley sagt: „Als ich sie hinter dem Vorhang schreien hörte, musste ich vor Freude weinen. Ich war geschockt durch Gottes Güte. Auch die Photographin war außer sich: „Ich habe vor Freude geweint“, sagt Jennifer Wilkerson von Wilkerson Photography.

Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Neugeborenen-Station durfte Jocelyn nach Hause. Obwohl ihre Geschichte in der Tat wundervoll ist, hat sie doch mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Ihre Eltern haben erst vor kurzem entdeckt, dass sie blind ist. Auch braucht sie eine Sonde, um ernährt zu werden. Aber sie macht große Fortschritte in ihrer Entwicklung. Shirley sagt, dass sie oft das Gefühl hat, dass sie an 1000 Stellen zugleich sein muss: „Die Gnade Gottes macht es möglich, dass ich alle Aufgaben erfüllen kann, in diesem verrückten, aber schönen Leben. Ich möchte nichts ändern.“

Nie hat das Ehepaar den älteren Kindern der Familie erzählt, was die Ärzte über Jocelyn gesagt haben.

Nun sind sie sehr froh, dass sie es nicht getan haben. Es hätte nur für noch mehr Stress in der Familie gesorgt. Die größeren Kinder der Familie lieben Jocelyn sehr. Sie gehen lieb und freundlich mit ihr um, und sogar der nur ein Jahr ältere Jackson kann nicht genug von seiner kleinen Schwester bekommen. Shirley zufolge hat die Familie alles dem großen Vertrauen zu verdanken, das sie in Gott gesetzt haben.

In Pro Vita - Leben und Familie Nr.234 – März-April 2017
von Pro Vita - Leben und Familie vzw
Verlagsleitung und Redaktion: Albert Geudensstr. 19 - B-2800 Mechelen
Tel. 015/410355 E-mail: info@provita.be

Dienstag, 3. Januar 2017

Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte verdreifacht


Die Öffentlichkeit Großbritanniens ist über den rasanten Anstieg von Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte entsetzt.

Siehe: The abortion of babies with a minor facial deformity has nearly tripled in the past five years. 
Offizielle Statistiken:
https://www.gov.uk/government/statistics/report-on-abortion-statistics-in-england-and-wales-for-2015

Der Anstieg ist Folge der immer systematischeren Anwendung von vorgeburtlichen Diagnose-Tests (Pränataldiagnostik).

Was das konkret bedeutet: Die Zahl von Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte haben sich in Großbritannien VERDREIFACHT!

Man kann sich leicht ausmalen, was die Pränataldiagnostik für Kinder mit anderen Krankheiten oder Fehlern bedeutet. Schon heute werden ca. 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben.

Nun ist man in Deutschland dabei zu überlegen, pränatale Bluttests systematisch anzuwenden und von den Krankenkassen finanzieren zu lassen.

Was für manche auf den ersten Blick positiv aussehen mag (Was kann an Gesundheitstests schon negativ sein?), ist in Wahrheit eine Rasterfahndung auf Kinder mit Krankheiten oder Fehlern, wie beispielsweise die Gaumenspalte.

In einer Gesellschaft mit verbreiteter Abtreibungsmentalität bedeutet eine bessere Technologie in der vorgeburtlichen Medizin nicht Fortschritt, sondern Barbarei. Denn die Pränataldiagnostik wird in erster Linie zur Selektion von Menschen verwendet und nicht, um Kindern mit Krankheiten oder Fehlern zu helfen.

http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/search/label/Abtreibung

Freitag, 18. November 2016

Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte verdreifacht


Die Öffentlichkeit Großbritanniens ist über den rasanten Anstieg von Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte entsetzt: Abtreibungen von Babies mit geringen Gesichtsfehlern haben sich fast verdreifacht in den letzten fünf Jahren.

Der Anstieg ist Folge der immer systematischeren Anwendung von vorgeburtlichen Diagnose-Tests (Pränataldiagnostik):
Was das konkret bedeutet: Die Zahl von Abtreibungen von Kindern mit Gaumenspalte haben sich in Großbritannien VERDREIFACHT!
Man kann sich leicht ausmalen, was die Pränataldiagnostik für Kinder mit anderen Krankheiten oder Fehlern bedeutet. Schon heute werden ca. 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben.
Nun ist man in Deutschland dabei zu überlegen, pränatale Bluttests systematisch anzuwenden und von den Krankenkassen finanzieren zu lassen.
Was für manche auf den ersten Blick positiv aussehen mag (Was kann an Gesundheitstests schon negativ sein?), ist in Wahrheit eine Rasterfahndung auf Kinder mit Krankheiten oder Fehlern, wie beispielsweise die Gaumenspalte.
In einer Gesellschaft mit verbreiteter Abtreibungsmentalität bedeutet eine bessere Technologie in der vorgeburtlichen Medizin nicht Fortschritt, sondern Barbarei. Denn die Pränataldiagnostik wird in erster Linie zur Selektion von Menschen verwendet und nicht, um Kindern mit Krankheiten oder Fehlern zu helfen.

Offizielle Statistiken sind zu finden unter: https://www.gov.uk/government/statistics/report-on-abortion-statistics-in-england-and-wales-for-2015


Montag, 9. Mai 2016

Was die Ärzte im Baby-Bauch einer Frau entdecken, haben sie noch nie gesehen


Ärzte haben nun mal nicht immer Recht. Das beweist auch die Schwangerschaft der Australierin Sammi Edes.
Die 29-Jährige ging davon aus, dass sie Zwillinge bekommen würde. Doch bei einem Ultraschall entdeckten die Ärzte plötzlich einen dritten Herzschlag.
Eineiige Drillinge sind extrem selten und eine solche Schwangerschaft gefährlich. Nach einer genaueren Untersuchung des Uterus schlugen die Ärzte Alarm. Denn die Drillinge teilten sich eine Plazenta.
Die Ärzte sagten Sammi, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass eines der Babys unterversorgt würde. Um die anderen zu schützen empfahlen sie, das schwächste Kind abzutreiben.
Das kam für die werdende Mutter aber nicht in Frage. Sie riskierte, dass eines der Babys unterversorgt und mit Fehlbildungen zur Welt kommen könnte. Sammi wollte nicht "Gott spielen" und jedem der Kinder eine Chance geben, wie sie der "Daily Mail" erzählte.

Thomas ist ein Wunder

Sammi hat die Kinder in der dreißigsten Woche zwar zu früh auf die Welt gebracht, aber alle drei haben sich tapfer geschlagen.
Vor allem der kleine Thomas, dem die Ärzte nur eine kurze Lebenszeit prophezeit hatten, erwies sich als starker Kämpfer.
Nach der Geburt untersuchten die Ärzte die Plazenta. Sie wollten herausfinden, wie es möglich war, dass alle Kinder trotz der großen Hindernisse gesund zur Welt gekommen waren.
Um es besser zu veranschaulichen, färbten die Ärzte ihre Plazenta ein. Dadurch wollten sie sichtbar machen, zu welchem Anteil Geoffrey, Hunter und Thomas durch die Plazenta versorgt worden waren.
Es war deutlich zu sehen, dass Thomas viel weniger Sauerstoff und Nährstoffe bekommen hatte, als seine Brüder.
"Ich konnte es nicht glauben, als ich die gefärbte Plazenta sah. Mir wurde klar, was für ein Kämpfer Thomas ist und wie weit er es gebracht hat", sagte Sammi der "Daily Mail". "Erst jetzt wird mir klar, was für ein Glück es ist, dass er lebt. Wäre er nur ein wenig länger im Bauch geblieben, wäre er mit Sicherheit gestorben."
Seit der Geburt sollen sich die Babys gut erholt haben. Die vierfache, alleinerziehende Mutter möchte damit auch allen Single-Müttern Mut machen, dass sie niemals aufgeben und immer für ihre Kinder da sein sollen.

Quelle:
http://www.huffingtonpost.de/2016/02/13/dieses-baby-sollte-eigent_n_9224580.html?fb_action_ids=1186555891357692&fb_action_types=og.likes

Mittwoch, 20. April 2016

Geschlechtsselektion durch Abtreibung breitet sich im Westen aus


Die vorwiegend in Asien praktizierte Selektion des Geschlechts breitet sich immer mehr auch im Westen aus, so berichtet die „Catholic News Agency“ unter Berufung einer Studie des „Charlotte Lozier Institute“.

Propagandaplakat in China
für die Ein-Kind-Politik
In China beispielsweise werden pro 116 Buben 100 Mädchen geboren. 

In etlichen asiatischen Gesellschaften werden Buben den Mädchen vorgezogen. Aus diesem Grund werden überwiegend Mädchen abgetrieben. Diese Praxis breitet sich nun auch im Westen aus, vor allem in Ländern mit starker asiatischer Einwanderung, wie etwa Großbritannien, den Vereinigten Staaten oder Kanada.

Jede Familie in China
darf nur ein Kind bekommen
Insbesondere in Familien, die schon weibliche Kinder haben, wird Geschlechtsselektion betrieben. Mütter mit indischer Abstammung bekommen in Kanada als drittes Kind pro 138 Buben nur 100 Mädchen. Im Falle des vierten Kindes ist das Verhältnis 166 zu 100!

Geschlechtsselektion wurde vor allem durch die technologische Entwicklung der Präimplantationsdiagnostik und der Pränataldiagnostik ermöglicht. 

Einzelne Länder versuchen durch Verbote diese Form der Geschlechtsdiskriminierung zu verhindern: Schweiz, Neuseeland, Vietnam und andere.

Doch das wird das Problem nicht lösen: Die wahre Ursache für die Geschlechtsselektion durch Abtreibung ist die Tatsache, dass Abtreibung erlaubt ist. Diese muss verboten werden, denn jegliche Abtreibung ist eine Diskriminierung von Menschen und ein Angriff auf das essentielle Recht auf Leben.


http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/20.04.2016

1) © colourbox
2) http://www.geo.de/reisen/community/bild/544189/Yunnan-China-Frisur

Montag, 22. Juni 2015

Mensch von Anfang an

Die in der Embryologie (Lehre von der vorgeburtlichen Entwicklung des Menschen) gewonnenen medizinischen Erkenntnisse sind eindeutig: die vorgeburtliche Entwicklung des Menschen ist ein kontinuierlicher Vorgang ohne qualitative Sprünge.

„Der Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch“ (Prof. Erich Blechschmidt).

Die modernen Verfahren der pränatalen Diagnostik bestätigen dies immer wieder eindrucksvoll. Der Beginn des individuellen menschlichen Lebens ist keine „Ansichts-“ oder „Glaubenssache“ mehr. 

(Aus „Abtreibung in der Diskussion“, Rainer Beckmann u.a., SINUS-Verlag, Krefeld, 1991)

Mittwoch, 11. Februar 2015

Behindertenfeindlich: CDU-Politiker Hüppe kritisiert vorgeburtlichen Praena-Test


Hubert Hüppe
(Junge Freiheit) Scharfe Kritik haben Lebensrechtler an einer möglicherweise bevorstehenden Kostenübernahme des sog. Praena-Tests durch die gesetzlichen Krankenkassen geübt. Bei diesem Test kann im Blut der Schwangerenfestgestellt werden, ob ihr ungeborenes Kind möglicherweise einen Gendefekt (Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom) aufweist.

Dieser Bluttest „dient keiner Therapie, sondern der Selektion von Menschen mit Trisomie 21“, stellte der Bundestagsabgeordnete und stellv. Bundesvorsitzender der CDL (Christdemokraten für das Leben), Hubert Hüppe (CDU), fest. Damit, so der frühere Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, würden Menschen mit Down-Syndrom diskriminiert.
Viele behinderte Kinder werden abgetrieben

Hüppe verweist in diesem Zusammenhang darauf, daß in Ländern, in denen dieser Bluttest bereits eingeführt wurde, bei über 90 Prozent der identifizierten Kinder mit Down-Syndrom eine Abtreibung stattfinde.

Daher dürfe der Test weder von Krankenkassen noch aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.

Laut Recherchen der Wochenzeitung Die Zeit soll noch in diesem Jahr eine Studie zur Überprüfung der Bluttest-Methode beginnen. Sie könnte die bisherige, wesentlich risikoreichere Fruchtwasseruntersuchung ablösen und dann von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.


Lebensrechtler und Kirchenvertreter befürchten, daß dann weitaus mehr Frauen diesen Test durchführen lassen und sich dadurch bei entsprechendem Ergebnis für eine Abtreibung entscheiden.

(in Kultur und Medien Online 10.02.15)

Montag, 17. November 2014

Ungeborene haben Schmerzen


Schon Ungeborene empfinden kleine Eingriffe wie Blutentnahmen als Schmerz, haben britische Mediziner bewiesen. Schon 25 Wochen nach der Empfängnis reagieren sie nicht reflexhaft, sondern fühlen den Schmerz. Mit Hilfe bildgebender Verfahren maßen die Forscher des University College London bei 18 Frühgeborenen Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn bei Blutentnahmen. Der Eingriff führte zu einer Aktivierung des „sensorischen Areals“, Schmerzreize würden damit in höheren Hirnregionen verarbeitet. Das Ergebnis sei relevant, weil Frühgeborene oft Eingriffen unterzogen werden müssen, so Maria Fitzgerald im „Journal of Neuroconscience“. 
(AP in Die WELT vom 18. April 2006)


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Babys können Silben im Mutterleib unterscheiden

Verstehen von Sprache entgegen bisheriger Meinung
doch angeboren

(Pressetext pte020) - Forscher der Université de Picardie Jules Verne (http://www.u-picardie.fr) haben herausgefunden, dass Babys Sprache bereits drei Monate vor der Geburt entziffern können. Das Team um Fabrice Wallois erstellte Gehirnscans von zwölf Kindern, die zu früh auf die Welt gekommen waren. In der 28. Schwangerschaftswoche schienen die Kinder einem PNAS-Bericht (http://pnas.org) zufolge zwischen verschiedenen Silben wie "ga" oder "ba" und männlichen oder weiblichen Stimmen zu unterscheiden. Die Forscher gehen nicht davon aus, dass die Erfahrungen der Kinder außerhalb des Mutterleibes die Forschungsergebnisse beeinflusst haben.

Kinder reagieren im Mutterleib

Die Ergebnisse dieser Studie sprechen für die Vorstellung, dass Kinder bereits im Mutterleib als Reaktion auf die Stimmen ihrer Eltern Sprachkenntnisse entwickeln. Es war bereits bekannt, dass Kinder im Mutterleib Geräusche hören können. Das Ohr und der dafür entscheidende Bereich des Gehirns bilden sich rund um die 23. Schwangerschaftswoche.
Es gibt jedoch immer noch Diskussionen darüber, ob Menschen mit der Fähigkeit Sprache zu verstehen, geboren werden oder ob diese erst nach der Geburt erworben wird. Die Autoren der aktuellen Studie gehen davon aus, dass Umweltfaktoren unzweifelhaft wichtig sind. Sie vermuten jedoch auch, dass Sprachverarbeitungsprozesse angeboren sind.

Feine Unterschiede wahrgenommen

Laut Wallois kann das Gehirn bereits am Beginn der Bildung der kortikalen Schaltkreise für eine auditive Wahrnehmung subtile Unterschiede zwischen Sprachsilben unterscheiden. Das bedeutet dem Experten zufolge jedoch nicht, dass Erfahrung für die weitere Entwicklung und das Erlernen der Muttersprache von entscheidender Bedeutung ist. Die Gehirnscans wurden in den ersten Tagen nach der Geburt durchgeführt. Es kann daher sein, dass die Geräusche und Töne, die die Kinder in diesem Zeitraum hörten, zu einer raschen Entwicklung geführt haben.

Die Wissenschaftler bezweifeln das jedoch. Sophie Scott vom University College London (http://ucl.ac.uk) betont, dass diese Studienergebnisse den aktuellen Forschungsstand bestätigen und erweitern, wie die BBC berichtet. "Wir wissen, dass Babys die Stimme ihrer Mutter bereits vor der Geburt hören können. "Kinder werden von dem Augenblick ihrer Geburt an durch die Stimme ihrer Mutter beruhigt", erläutert Scott.

Dienstag, 30. September 2014

Aufgeklärte Schwangere verzichten öfter auf Tests


Wiebke Hollersen

Eine Schwangerschaft ist eine gefährliche Sache, die man fortlaufend überprüfen und absichern muss. Was heißt: Die Frau muss das tun. Sobald sie erfährt, dass sie ein Baby erwartet, geht es los.
Die Ärzte stellen ihr das große Testangebot vor. Ultraschall, Messung der Nackenfalte, Serum-Screening, wie wäre es mit einem Test des mütterlichen Bluts auf genetische Veränderungen beim Fötus? Oder einer Fruchtwasseruntersuchung?
Schwangere müssen komplexe Entscheidungen treffen – und ihre Überforderung führt möglicherweise dazu, dass sie sich für zu viele Tests entscheiden. Das legt eine Studie der University of California nahe.
Weniger Eingriffe, die das Kind gefährden können
Forscher der Fakultät für Geburtshilfe und Gynäkologie haben 357 Frauen mithilfe eines eigens gestalteten interaktiven Computerprogramms über sämtliche Testoptionen aufgeklärt. Welche Risiken gibt es? Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Frauen konnten sich hinterher für jede Untersuchung entscheiden, die Forscher ließen ihnen jeden Test bezahlen. In einer Kontrollgruppe durchliefen 353 Frauen die normale Geburtsvorsorge bei ihren Ärzten – fielen dabei Kosten für Tests an, mussten die Frauen selbst zahlen.
Die Frauen, die über das Programm beraten wurden, ließen nicht nur viel weniger Eingriffe durchführen, die wie eine Fruchtwasseruntersuchung mit dem Risiko verbunden sind, das Kind zu verlieren. 25,6 Prozent von ihnen ließen sich gar nicht testen, in der Kontrollgruppe waren es 20 Prozent.
Die Forscher halten das für signifikant. Sie fordern, Schwangere besser über die Tests aufzuklären – auch über die Möglichkeit, auf sie ganz zu verzichten.

Quelle: DIE WELT 30.09.2014


Mittwoch, 25. Juni 2014

Pränatale Diagnostik

Wenn die Schwangerschaft zum Nervenkrieg wird


Achtung: Falscher Alarm!

Die Bluttests zum Aufspüren von Chromosomenveränderungen gelten zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. Sollten dann nicht alle Schwangeren diesen Test machen? Ein Recherchebeispiel erklärt, warum Vorsicht geraten ist.
Baby im Mutterleib
in der 7. Woche
1000.000 Schwangere lassen ihr Blut testen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 beim Kind liegt bei 1:500. Das heißt, 200 der Schwangeren sind betroffen. Durch die Bluttests werden 99 Prozent der Fälle erkannt. Es erfahren also 198 Frauen von der Chromosomenstörung ihre Kindes. Allerdings haben die Tests auch eine Falsch-Positiv-Rate von 0,1 Prozent. Das Bedeutet für 100 Frauen: falscher Alarm! Ihre Laborwerte deuten zwar auf eine Trisomie 21 beim Kind hin, dies bestätigt sich aber bei einer Fruchtwasseruntersuchung nicht.
Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 nur bei 1:1000 liegt, sind nur noch 100 von 100.000 Schwangeren betroffen. Wenn alle einen Bluttest machen, erfahren 99 der Betroffenen von der Trisomie. Aber immer noch gilt für 0,1 Prozent der Frauen, also für 100 Schwangere: falscher Alarm!
Kritiker fürchten, dass Frauen in Zukunft ohne Beratung durch einen Arzt die Bluttests anwenden können, vielleicht bestellt über das Internet, womöglich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Die Frauen könnten sich schnell für einen Abbruch entscheiden — dabei war es vielleicht nur ein Fehlalarm.

Dies ist die Einführung eines Artikels von WIEBKE HOLLERSEN in der WELT AM SONNTAG vom 22. Juni 2014.
Den gesamten Artikel lesen sie hier:

http://www.welt.de/gesundheit/article129414841/Wenn-die-Schwangerschaft-zum-Nervenkrieg-wird.html

Freitag, 30. Mai 2014

Mein gläserner Bauch -

Das Dilemma der vorgeburtlichen Diagnostik

Schwanger zu sein, Mutter zu werden, ist häufig mit einer Mischung aus Hoffnungen und Ängsten verbunden. Um diese Ängste zu bannen, ist es für die meisten werdenden Eltern heute selbstverständlich, die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik in Anspruch zu nehmen, oft ohne sich über deren Tragweite bewusst zu sein. Denn werden bei Ultraschall, Blut- oder Fruchtwasseruntersuchung Erkrankungen oder Behinderungen des ungeborenen Kindes festgestellt, legen Ärzte schnell den Abbruch der Schwangerschaft nahe. Die werdenden Eltern stehen damit vor einer Entscheidung, die viele so nie treffen wollten. Schonungslos offen und ergreifend berichtet Monika Hey von ihrer eigenen Erfahrung mit der Pränataldiagnostik und öffnet zugleich die Augen für ein ethisches Dilemma, das jede Schwangere, jedes werdende Elternpaar und unsere Gesellschaft als Ganzes betrifft.


Monika Hey: „Mein gläserner Bauch: Wie die Pränataldiagnostik unser Verhältnis zum Leben verändert“, Deutsche Verlags-Anstalt, 2012, 224 Seiten, Kindle Edition bei Amazon EUR 15,99. ISBN-10: 3421045380, ISBN-13: 978-3421045386

Kurzbeschreibung und Abbildung bei Amazon


http://www.amazon.de/Mein-gläserner-Bauch-Pränataldiagnostik-Verhältnis/dp/3421045380