Samstag, 13. Juni 2015

Verfinsterung des Wertes des Lebens


Im Jahr 1995 machte Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika EVANGELIUM VITAE auf die „erschütternde Vermehrung und Verschärfung der Bedrohungen des Lebens“ und auf die um sich greifende „Verfinsterung des Wertes des Lebens“ aufmerksam, die letztlich in einer „Verfinsterung des Sinnes für Gott und den Menschen“ ihre Grundlage habe. Die Dramatik dieser neuen Bedrohungen des Lebens besteht nach Johannes Paul II. darin, dass sie von „breite[n] Schichten der öffentlichen Meinung ... im Namen der individuellen Freiheit“ gerechtfertigt werden und für sie „Straffreiheit“ bzw. die „Genehmigung des Staates“ eingefordert wird.


(Dr. Werner Neuer, "Bausteine für eine Ethik des Lebens" in „Medizin und Ideologie“ 1/2011)

Freitag, 12. Juni 2015

Mehr Schutz für die Frau und Mutter

In der Antike galt die Frau in vielen Kulturen als zweitrangig. Das war nicht nur ungerecht, sondern auch ein Missbrauch der Schutzbedürftigkeit der Frau, insbesondere in der Schwangerschaft und während der Betreuung von Säuglingen und kleinen Kindern.

Die Mutter braucht tatsächlich mehr Schutz in dieser Zeit, für den Mann bedeutet das aber die Verpflichtung, diesen Schutz anzubieten und nicht die Schutzbedürftigkeit auszunutzen. Der Feminismus müsste eigentlich genau diese Wechselbeziehung betonen und mehr Schutz für die Frau und die Mutter fordern.

 („Der Kampf ums Leben“, Mathias von Gersdorff, DVCK e.V., 2012)


Donnerstag, 11. Juni 2015

Die Ungeborenen nicht übersehen


„Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen. Eine Gesellschaft, die die Schwächsten übersieht, wird auf Dauer keine Zukunft haben.“

Das betont der Kärntner Bischof Alois Schwarz in einem Interview im Kärntner „Sonntag“.
Bischof Schwarz bekräftigte die Kritik der katholischen Kirche am geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz:

„Ich habe ein Problem damit, wenn es heißt:  ein Recht auf das Kind mit allen Mitteln. Nicht alle Mittel dürfen erlaubt sein.“

Letztlich gehe es um das Recht des Kindes zu wissen, wer Vater und Mutter sind. Die Soziale und die leibliche Mutterschaft zu trennen, führe zu fatalen Folgen, warnte der Bischof.

Quelle: „Nie wieder“ in „Der l3.“ - Januar 2015


Mittwoch, 10. Juni 2015

Väter sprechen mit den Babies anders als die Mütter


(Aponet) Sprechen Mütter mit ihren Babys, verfallen viele in eine Babysprache mit ganz speziellen Charakteristika: Die Stimme ist höher, das Spektrum an Tonhöhen breiter und höhere und tiefere Tonlagen wechseln häufiger ab. US-amerikanische Wissenschaftler interessierte nun, ob dies auch für Väter gilt.

Das Ergebnis ihrer Pilotstudie lautet: Nein, Väter verändern ihre Stimme nicht so wie Mütter, wenn sie mit ihrem Nachwuchs reden. Stattdessen ähnelte die Intonation der väterlichen Stimme eher der bei einem Gespräch unter Erwachsenen, so das Ergebnis, das Studienleiter Mark VanDam von der Washington State University auf einer Tagung der Acoustical Society of America in Pittsburgh vorstellte. Etwas Schlechtes sei dies aber nicht, so VanDam, auch wenn man davon ausgehe, dass die "Müttersprache" mit ihren Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Tonfolgen und übertriebenen Stimmmerkmalen speziell für Babys und kleine Kinder attraktiv sei und die Bindung fördere.

Die Art, wie Väter sprechen, habe wahrscheinlich andere Vorteile und beeinflusse den Spracherwerb der Kinder in anderer Weise, glauben die Forscher. VanDam zufolge unterstützen die Ergebnisse ihrer Studie eine Idee, die er als Brücken-Hypothese bezeichnete. Danach könnten Väter, die mit ihren Kindern ähnlich wie mit Erwachsenen sprechen, als eine Art Verbindungsglied zur Außenwelt dienen und dem Kind dabei helfen, mit ungewohnter Sprache umzugehen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Eltern in dieser Hinsicht ergänzen. Des Weiteren betonte der Wissenschaftler, dass Väter, auch wenn sie keine Babysprache sprechen, ihre Sprache trotzdem verändern. So nutzten Väter offenbar mehr unterschiedliche Wörter und veränderten Lautstärke und Dauer der Sprache.

Kultur und Medien Online 9.6.15

Freitag, 22. Mai 2015

Jede dem Leben zugefügte Verletzung verursacht irreparable Schäden für den Frieden



Wer den Wert des menschlichen Lebens nicht ausreichend würdigt und folglich zum Beispiel die Liberalisierung der Abtreibung unterstützt, macht sich vielleicht nicht klar, dass auf diese Weise die Verfolgung eines illusorischen Friedens vorgeschlagen wird.
Die Flucht vor der Verantwortung, die den Menschen entwürdigt, und noch mehr die Tötung eines wehrlosen, unschuldigen Wesens, können niemals Glück oder Frieden schaffen.Wie kann man denn meinen, den Frieden, die ganzheitliche Entwicklung der Völker oder selbst den Umweltschutz zu verwirklichen, ohne dass das Recht der Schwächsten auf Leben – angefangen bei den Ungeborenen – geschützt wird? Jede dem Leben zugefügte Verletzung, besonders an dessen Beginn, verursacht unweigerlich irreparable Schäden für die Entwicklung, den Frieden und die Umwelt.

(Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag 2013)

Donnerstag, 21. Mai 2015

Was fühlen Babys während der Schwangerschaft?


Hören, tasten, Glücksgefühle – was kann ein Baby im Bauch einer Schwangeren fühlen? Bekommt es Stress, Freude oder Trauer mit? Ab wann kann es hören, sehen oder Schmerz empfinden?
Wissenschaftler sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Die Meinung, dass eine Frau erst dann ein Baby hat und Mutter ist, wenn ihr Kind die Gebärmutter verlassen hat, ist durch die Möglichkeit im Ultraschall, schon frühe Blicke auf den Fötus zu werfen, zurückgegangen.
Heute spüren immer mehr Eltern, dass sie bereits Vater und Mutter sind, wenn sich ihr Baby noch im Mutterleib befindet. Sie bauen also früher eine Beziehung zu dem Kind auf und interessieren sich dadurch zunehmend, was der Fötus eigentlich schon alles kann. Fragen, auf die Wissenschaftler erstaunliche Antworten haben.
Wie wichtig der Bauch im Seelenleben eines Menschen ist, sagt schon die Umgangssprache: Man hat „Wut im Bauch“ oder spürt „Schmetterlinge im Bauch“. Wie ist es erst, wenn man einen kleinen Menschen im Bauch hat? Kommen die Bauchgefühle der Mutter beim Ungeborenen an? Der Psychologe Dr. Ludwig Janus ist sich da absolut sicher: „Wenn wir mit einem anderen Menschen so eng zusammen sind, wie das vor der Geburt der Fall ist, nehmen wir dessen Gefühle auf sehr vielen Ebenen wahr“, betont er in einem Interview. Janus glaubt sogar: „Die vorgeburtlichen Prägungen sind die tiefsten“.
Als sicher gilt, dass unter anderem bestimmte mütterliche Hormone als Botenstoffe wirken. Sie sind verantwortlich für An- und Entspannung, Trauer, Wut oder Freude der Mutter für das Baby fühlbar, denn die Plazenta gibt diese Botenstoffe an das Kind weiter. Stress oder Freude - die Gefühle der Mutter werden durch das Nabelschnurblut rasch an das Ungeborene weitergeleitet.
Das Umfeld während der Schwangerschaft
spielt eine große Rolle


Die Gefühle der Mutter scheinen die junge Seele des Babys nachhaltig zu beeinflussen. „Das entstehende Gehirn des Ungeborenen schaltet sich so, wie das Milieu es vorgibt“, erklärt Dr. Janus, Lehranalytiker und Dozent an verschiedenen Forschungsinstituten. „Wenn dieses Umfeld sehr beängstigend ist, dann werden eher die Synapsen (Nervenverbindungen) für Angst, Unruhe und Stress ausgebildet und weniger die für Glück und Zufriedenheit. Steht aber die Mutter in einem guten Verhältnis zur Schwangerschaft, so ist es umgekehrt. Dann fühlt sich das Kind auch gewünscht“, glaubt Janus. Manche Forscher sprechen sogar von einer vorgeburtlichen Einstellung eines Menschen, die lebenslang nachwirkt.
Wie wichtig positive Gefühle der Mutter während der Schwangerschaft sind, beobachten Wissenschaftler im Mutterleib durch Ultraschall. Babys reagieren sichtbar auf negative Gefühle der Schwangeren. Die einen werden unruhig, ihre Bewegungen sind fahrig. Die andren machen sich klein und ziehen Arme und Beine dicht an den Körper heran. Auch die Mimik des Gesichts zeigt, dass das Kind bereits in der 28. Woche ein reiches Gefühlsleben hat. Im hochauflösenden Spezial-Ultraschall sieht man, wie Babys die Stirn in Faltenlegen oder ihr kleines Gesicht entspannen. Sie zeigen sogar schon Andeutungen eines Lächelns. Wie schädlich überwiegend negative Gefühle der Schwangeren sind, zeigt sich auch am Neugeborenen. Werdende Mütter, die überdurchschnittlich gestresst, depressiv oder angsterfüllt waren, bekommen häufiger Kinder mit einem unterdurchschnittlich entwickelten Gehirn. Solche Kinder, sagt Janet Di Pietro, Professorin an der John Hopkins Universität von Baltimore (USA), wirken auch noch sechs Wochen nach der Geburt zurückgeblieben, sind schlaffer, schwächer und motorisch ungeschickter.

Mathias von Gersdorff in „Kultur und Medien Online“, 24.06.2013

Montag, 4. Mai 2015

Das Jammern über die demographische Katastrophe

Im scharfen Kontrast zur Lebensfeindlichkeit steht das permanente Jammern unserer Politiker über die demographische Katastrophe. Skandalös seitens der Volksvertreter ist die Verweigerung, einen Zusammenhang zwischen der demographischen Situation und der Abtreibung zu sehen. Nicht nur, dass genau die Kinder fehlen, die abgetrieben werden. Allein das sollte Argument genug sein, um Maßnahmen gegen die Kindestötung vorzugehen. Doch ein Zusammenhang zwischen Demographie und Abtreibung besteht auch darin, dass die Abtreibungsgesetzgebung und die fast unwidersprochene Antilebenspolitik der Abtreibungslobby die Mentalitäten der Menschen verändern. Für viele ist es eben nicht mehr anstrebenswert, Kinder zu haben. Für immer mehr Menschen ist es auch nicht mehr selbstverständlich, dass ein gezeugtes Kind überhaupt zur Welt kommt. Selbstverständlich wird die Abtreibung für immer mehr Menschen zunehmend als Verhütungsmittel verwendet: Wenn man schwanger ist, überlegt man, ob man das Kind überhaupt haben will oder nicht. Eine Selbstverständlichkeit ist für viele gar nicht mehr gegeben.